Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1846)
- Issue
- 5 (Mai 1846)
- Date
- 1846-05-01
- Page
- Seite 198 (sequence 40)
- Language
- German
- Belongs to
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198 Recenstonen. Die Abhandlung M's, eigentlich eine Art Einleitung, mit den Worten: „Es ftricht der Weise Friede über ihn u. s. w." Die Glückseligkeit bestehe in dreierlei Begehrnissen *), deren vorzüglichste die Speculation (bitä'n *JTO) zur Erkenntmß und Ausführung des Guten sei, welche wieder in 3 Theile, Mathem. (^^, arab. s. Einleit. zu Herzenspfi. von Bechai), Phyf. und Metaph. zerfällt L. f. w. 4 5 6). Dann heißt es von Neuem: „Es spricht Ali: Wisse, der große Weife Aristoteles verfaßte eine p ara netisch e Abhandlung *i's?), deren Inhalt sehr empfehlenswerth, sowie ich selber sie jede Woche einmal lese u. s. iö" Nun beginnt erst die eigentliche Aristotelische Abhandlung mit der (arab.) Anfangsformel: „Es spricht der Weise:, Nach dem Lobe Gottes." Dann kommt ein Nachwort von Ali, bestehend aus einer wiederholten Enipfthlang der Abhandlung. Dann betrachtet Ali die verschiedenen Gewerbe der Menschen^ wobei er die Sprüche des Pythagoras anführt, die Dukes (Ehrens. S. 29. vgl. Blnmenlese S. 62) mitgetheilt hat, und deren keiner in II. E. 8. (Pythag), manche in v->:^L>n p n. s. w. verkommen (s. „Prinz und Derwisch" [in Busch's Jahrb.s §. 6, L). Den Beschluß macht eine AniobiographLe, worin. AN feinen eigenen Lebenswandel mit Selbstgefälligkeit als Tngendmuster aufstellt, was denk auch einen Gelehrten sofort znr Bernnglimpfnag — des Juden chams führte ^)! Was zuerst den Titel betrifft, so hat die vorliegende Ausgabe die Ueberschrist: 'bbsft maas, am Schluffe des Ganzen heißt es jedoch ü*r<on tm rrait» (auch E^sn rvm, f. Wolf Nr. 228. III. x. 92. IV. p. 780, wo Wagner eine lat. Ueberf. verspricht und Rosst's €odd.). In der Ausgabe Liea di Treata war der Titel tmx und enthielt nach ' Wolf (III. p. 137. 874) „auch trpw ö'i-öl", welches Wolf für die Sprüchw. des Khalifen Ali (s. Nr. 227b.) halt; und Delitzsch (a. a.O.) ist sogleich bereit E*“iaft durch „Matblub halb thalib“ (hebr. etwa: U5PEÄ i>2 wpxin!) den Titel der Sprüchw. Ali's wiederzugeben, ohne daß man deu Zusammenhang einsteht. Wolf hat aber überhaupt mit Unrecht conjectnrirt, denn es weiß sonst Niemand von diesem Sprüchw. in der Ansg. R. d. T., nnd sie k o nnte auch nichts weiter als unsere Schrift enthalten, da sie nach Wolf (IN. p. 137) nur 4 Bl. 8. stark ist. Es bleibt also dieß E'nai, welches sonderbarerweise auch der Gesammttitel der vorliegenden Broschüre, noch zu ermitteln, und beruht vielleicht auf Mißverstandniß« Sabbatal Baß (*'ü, Buchst. at Nr. 47. 48) hat 2 n^Asr, nämlich 1. aus dem Grkech. (!), arab. v. Salomo Eharist, hebr. v. Juda, uUd 2. aus dem Arab. lat. (!) von Kalonymos (vgl. Zunz in Geiger's Zeitschr. II. S. 320). Die Veranlassung dazu gab wahrscheinlich der-Araber Ali (s. weiter unten), und ist die Genefis solcher Jrrthümer iustrue- 4) ninivn, vergl. P1L v. Ghasali S. 60 öorl. Z. S. 62 Z. 16. und denJdeengang des Werkes fviDn nieten von Palqnera bei Rosst hist, Wörterbuch. 6) Mit Unrecht hat also Hr. Jellinek diese bekannte Aristotel. Ginthezlung bei R. Nisstm hervorgehoben. Ltbl. v. Or. r845. 6) Der alte Leipziger Catalog (bei Wolf III. p. 92) raisonnirt: „Äoctor est Ali lamaelitä (gente piitat nam religione non Mohamedänüs, sed Judaeus fdisse tidetör), pröfessione Medicos, söperbia Pharisaeüs etc. etc.I! So macht man, gegen den Augenschein , bald aus einem Renegaten einen Reophyten (diese Ztschr. II. S. 110), bald ans einem Muh. einen Juden, wie man's gerade braucht!