Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1846)
- Issue
- 5 (Mai 1846)
- Date
- 1846-05-01
- Page
- Seite 197 (sequence 39)
- Language
- German
- Belongs to
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Reeensionen. 197 als ein „aramäisch (?) formirtes im Munde der arabisch redenden Juden" (pttött -ist aber keine aramäische, sondern echt hebräische Form in dem, auch von Saadja citirten Talmud heißt es was aramäisch vocalisirt werden kann). Wenn Saadja wirklich arabisch sprechende Juden meint (?), so sähen wir, daß auch diese ihren Dialekt mit solchen Worten emaillirten. — Der Herausgeber scheint auch das ausländische jüdische Publicum berücksichtigt zu haben, und ließ das wenige Arabische von A. Jellinek hebräisch übersetzen. In der kurzen Vorbemerkung legt er Nachdruck darauf, daß die Biographen und die Bibliographen, dem arabischen Titel folgend, von 70 Hapl. sprachen, dieser Titel aber als Schreibfehler zu emendiren sei! Das erste ist natürlich, das andere nicht so unbedingt zuzugeben und auch von Dukes und Geiger besprochen. Andere Bemerkungen über dieß Werkchen Saadja'S übergehen wir hier, weil sie in einen anderen Zusammenhang beffer Paffen, und gehen zum zweiten Werkchen der vorliegenden Brochüre über, worüber wir gar Manches, hoffentlich auch Neues, zu sagen haben. Dasselbe ist die zweite Ausgabe der hebräischen Uebersetzung eines arabischen, aus dem Griechischen übersetzten Werkchens, dessen Inhalt, Titel, Verfasser, Uebersetzung und Ausgaben einer derart eingreifenden Erörterung bedürfen, daß der Leser unserer Anordnung die verdiente Nachsicht nicht vorenthalten wird. Der Herausgeber fertigt uns mit der fünfzeiligen Bemerkung ab, daß die erste Ausgabe Riva di Trenta 1540. 8. fast nur noch auS dem Catalog der Oppenheimer Bibliothek bekannt, selbst den vorzüglichsten Bibliographen, als Sabbatai, Wolf (!) u. f. w. entgangen (weder Wolf noch Rosst!) und hier nach Codd. XIV. und XLII. (lies: XLIII.) in der Leipziger Rathsbibliothek abgedruckt sei. Desto mehr fühlen wir uns veranlaßt zu einer weitläufigeren Besprechung. Wir beginnen mit einer Analyse, die zwar Delitzsch (Catal. Manuscr. Bibi. Senat. JLips. Cod. XIX. p. 284. Cod. XLIII. p. 310) größtenteils gegeben, aber ohne zu unseren Resultaten zu gelangen. Der hebräische Uebersetzer Juda Bar Salomo g. A. (9't) Ben Charisi *) berichtet in einem fünfzeiligen Vorwort, daß ein geliebter und geehrter Freund E sra Ben Juda Ben Nathanel 2) ihn.aufgesordert, die „allgemeine ethische Abhandlung" ‘-lö'irrt rr&a) des Aristoteles zu übersetzen, welche ein arabischer Gelehrter, Namens Ali, aus dem. Griechischen in's Arabische übertragen und mit einer eigenen ethischen Abhandlung zusammengefaßt habe ( *noira rvui» fttnä ttoi) 3). Dann beginnt 1) Beide Leipz. Handschriften bestätigen also das von Kämpf (Tachkemon S. 2) in Frage gestellte „B. Charisi" s. weiter unten. 2) Dieser Esra-ist vermutlich der von Charisi (Mak. 46.) gerühmte, aber nicht aus Barcelona (Dukes), nicht aus ‘nipte (welche Leseärt Delitzsch a. a. O. in Schutz nimmt!), sondern aus Beaucaire (l. ^->p^s), s. Zunz, Binj. II. p. 257 — vermutlich^auch der (?) "2, für den die Metaph. des Ariftotel. übersetzt oder abgeschrieben wurde (Leyden, Leg. Warner No. 33. bei Wolf in. p. 136). — Ueber seinen Bruder Jsak s. Sachs, Rel. Poesie S. 241. Anmerk. 1., S. 258. Anmerk. 6. Ink, Ltbl. 1843. S. 728. 3) Die Handschr. „nrv«." Vielleicht wäre also mäan „schloß sie ein in seiner ^Abh." zu emendiren, was dem Hebr. und der Sache gemäßer klingt. Abweichend und offenbar jünger ist dieser Anfang bei Rosst. Cod. 424. 438. 476.