Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1846)
- Issue
- 5 (Mai 1846)
- Date
- 1846-05-01
- Page
- Seite 195 (sequence 37)
- Language
- German
- Belongs to
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Zur Wissenschaft des Judeathnms. 195 eorum ordinem Lazarumbeata sorte cooptatüm. Rogat infelix Abrahattium Qt afflicto ferat opem, at ilie, quo Gerte nön mitior alter quique tot a Sodomitis miserandam ciadem averteret nit intentatum omisefat (cf. Bereschiih Rabba 44b.), miseratus non est ete/c So ist hier jüdische und christliche Sage vermischt. Aehnliches findet man in der Rede gegen die Inden, die wenigstens die frischeste und begeistertste alter ähnlichen polemischen Schriften gegen die Juden ist. Auch in ihr kommen, wenn auch unregelmäßig, Reime vor und das einleitende Gebetl) klingt ganz jüdisch: „Expia precor animos scelerura Gonseien tia oppressos, nullaque posthac concede macalari culpadirntos mufos restitöe, tuaqne adversus oppugnatores praesidio in posterum praesfca tutos. Quaecumque nobis bene constituta sunt ea polire et ornare, ne quaeso absistas donec ad primum, quem dedisti decorem reducas.“ In einem anderen Gedicht sieht Adam den Henoch in das Paradies eingehen 2); ein anderes enthalt dir Betrachtung über den Glücklichen, den Joseph kämpfen und siegen sah 3), in einem dritten" wird Sichern gepriesen, weil dort Joseph, Josua und Elasar begraben waren 4 5), in anderen wird über" Loth und seine Tochter, über göttliche Eigennamen und metaphorische Benennungen gehandelt ^). Ueberall prägt sich ein den Midrasch suchender Geist aus , der aber mit den Metren und der Form noch die gnostisch-kabbalistische Färbung angenommen; aus der großen Anzahl der Arbeiten sieht manwie groß die synagogale Thäiigkeit auch beiden Christen dieser Zeit gewesen sein muß; eine Stelle aus der Ethik des Barhe- Vraus, die Affemamki6) anführt, beweist Vas nicht minder. Ramensakrostichen 1) Opp. fiphraemi 3, 209. 2) Assertiännf Bibi. 1, 91. 3) Ephraeml öpp. 3, 603. Cf. Assemanui 1, 92. 4) Assemanni 1, 96. - 5) Assemanni 1, 97. und 1,110. 6) Bei Assemanni 1,168. „fix quo Nicäenum Concilium celebratum est coepit Sanctus fiphräem noStetf sacros hymnos odasque adversus sui temporis haereSeS cönscribere# Praeterea alii doctores ut Isäac et quidam nomine Baläi ad Bavidicos versiculos complura cädrica äccommodavere. Item sub tempus Epbesinäe synodi inclaruerunt viri Cuchitae pietate insignes, qui fervöte spiritus rapti plürimos Gantus edidere. Post Concilium äutem Chafcedöfleüse magnüs ille Severus acerrimus dogmatum nostrorum (id est Jaco'bfticoftfm) pfopugnätor cantibus Sois Omnibus, qui e Graeco in Syriacürti Sermonem tränslati sünt versionibus e Psalterijs präefigens subtilis plane et orthodoxäs seritentias permiscuit etc.‘* Je weiter man in Betrachtung dieser syrisch christlichen Gedichte hinattfrückt, desto weiter entfernen sie flch von dem jüdischen Element, je dogmatischer werden sie. Die Homilien des S. Jacob aus Batra in Saneg unterscheiden sich durch viel mehr christliches Element von denen des Ephram; es gingen die beiden Literaten von einem Punkt in divergkrendeu Linien aus einander. Der Inhalt einiger Jacobischen Gedichte ist folgender: „h Be domino nostro et Jacob * de Ecclesia et Rachel; deqife Lia et Synagoga.“ Jacob ist mystischer Weise Christus. „2. Be Ibamar et ecclesiae symbolo. 3. Be Visione Jacob in Bethel et symbolo eccles. etc. etc.“ Cf. Assemanni 1, 308 etc. Jacob ist 453 geboren. 15*