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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1846-05-01 · 5 (Mai 1846) · p. Seite 193

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1846)
Issue
5 (Mai 1846)
Date
1846-05-01
Page
Seite 193 (sequence 35)
Language
German
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Zur Wissenschaft des JudenthumS. 193 heimlichen Gründe der syrische» GnofiS zurückwandern sieht *), hatten, wenn sie weiter eingedrungen wären, diesem Beweise mehr abzuringen gewußt; Delitzsch leugnet mit Unrecht schon.im Voraus die Möglichkeit eines solchen Einflusses (p. 142 Note 1.), aber es braucht von einem Einflüsse bei, diesen Forschungen gar nichts bewiesen zu werden, sondern nur die analoge Entwickelung. Die Gnosis, sagt Hahn (p. 28), ist selbst Poesie. Die Poesie, die.auch L« der Fornr aus derselben hervorging, ist das Analogon der Piutim der in der Form gefesteten midraschischen Dichtung. Wie noch einmal in spaterer Zeit haben Bardesanes und Hamonius die Philosopheme der Gnostik in Gedichte gegossen, um sie einganglicher in das allgemeine Verstandniß zu machen; das war ja eben das Verdienst des phautaffereichen Ephräm, daß er durch gleiche Anfertigung von Gedichten aller Art orthodoxer Gesinnung diese Ketzerlieder zu vertreiben suchte und vertrieb a). Dadurch aber ging die metrische Weise der Dichtung auf die orthodoxe syrische Kirche über. Balans hatte ihre Metra gebraucht 9) und Affemanni gibt ebensowenig und mit Recht zu, daß das siebensylbige Metrum von Ephram und das zwölfsylbige von Jacobus Samyensis erfunden sei (I. p. 48 Note). Aber auf dieses sein Verdienst legte auch Ephram einen großen Werth; in seiner Predigt gegen die Juden sagt er1 2 3 4 * 6 7): „Interea dum lila suam queritur yicem ipsi nobis gratulamur sortera; Prophetarum cantibus juvat componere quasi serta hyninos carminaque fundere, quasi viridi coraa yernantes ramos et lilia plenis dare manibus. Ad hunc scilicet triumphum nos ho di er na lux provocat et ad carpenda ex Prophetarum horto poma invitat.“ Ephram, der im 4. Jahrhundert zu Nisibis wahrscheinlich geboren ist*) und sehr heilig wurde «), hat in seinen zahlreichen Werken doch genug hinterlaffen, was zur Benutzung für jüdisches Leben wichtig ist. Von seinen Gedichten sind mehrere alphabetisch. Ganz wie bei den Piutim ist das eine Gedicht von at bis 2 akrostichisch gemacht*); ein anderes, die contemplatio divinae oeconomiae enthalt zwölf Strophen, die alphabetisch und zwar so geordnet sind, daß die erste Strophe mit a, die zweite mit 4, die dritte mit>r 1) Pag. 178. cf. p. 339. - Doch laßt er dieß bei demjenigen, was er über Kalir sagt, ganz wieder fallen. Cf. Zunz zur Gesch. u. Literatur 1. p. 25. 2) Cf. Acta S. Ephraemi in opp. Ephr. t. 3. (Rom. 1743. ed Steph. Evad. Assem.) p. 1. II. (cf. Pfeiffer Auszug aus Affemanni's Bibi. 1. p. 26). Gregor. Barhebraeus bei Assemanni Bibi. Oriental. Clement. Yatican. 1. p. 166. cf. Hahn Bard. p. 30. Matter hist, critique da Gnosticisme 1. 302 etc. Analogien gibt es mehrere. Die aber die Dukes (p. 9) für die Entstehung der spanischen Dichtungen nennen, ist weniger zu beachten. 3) Assemanni Bibi. 1. 168. 4) Opp. Ephraemi t. 3. p. 212. Ueber die verschiedenen Gattungen dieser Gedichte, die auch nicht aller Analogie entbehren, siehe Assemanni Bibi. 1. p. 61. 132. Hahn Bard p. 49 ff. - .5) Cf. Fabric. Bibi. Graeca ed. Harless. t. 8. p. 217 etc. 6) Sein Leben hat mit dem des heiligen Emmeram mancherlei Aehnlichkeiten. Cf. Vita Ephraemi (auctore Anonymo) in Opp. t. 3. p. XXIL XXVII. mit der Vita $t Virtut. 8. Emmerami ap. Canis. lect. ant. ed. Basnage t. 3. p. 89 etc. und Männert Basoarien p^ 171. 7) Assemanni 1, 86. Frankel, Zeitschrift HI. 15

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