Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1846)
- Issue
- 5 (Mai 1846)
- Date
- 1846-05-01
- Page
- Seite 185 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Zur Wissenschaft des Judenthums. 185 den Versöhnungstag nicht gesühnt werden, -Ls man den Nächsten besänftigt hat", nebst den daran sich reihenden ethischen Sätzen der b. Gem., welche in den Worten -toiöb £2 Yv-rasräj wna / ^»2 die Stelle Ev. Matth. 6, 14. selbst überstrahlennicht fehlen dürfen. - S. 31 .sagt der Verfasser, „daß sich jedenfalls der Widerspruch in Beziehung auf den 9. Ab (mit den biblischen Angaben) nicht abweisen lasse." — Daß bereits N. Jehuda Hanasi (nach einer Meinung Tosefbt, Megilla 5, 6.) und R. Jochanan deßhalb das Fasten vom 9. auf den 10. Ab verlegt" zu haben wünschten, wird hierbei nicht erwähnt. S. 35 bemerkt Hr. G. in Bezug auf die. Mischna Sota 1,7. '121! iiV'firr ftpin ^2*ai> '12*1, „daß dieß, wie schon die Gemara bemerke, ungenau sei, da auch zweimal (B. 22 u. 27) das Anschwellen des Leibes dem Abfallen des Schenkels vorangestellt wird, „„und was die Gemara zur (Erklärung sagt, ist ungenügend."" Es scheint aber,^daß gerade hier das Streben der Gemara dahin ging, der Mischna einen natürlichen, das Wunderbare ausschließenden Sinn zu geben, indem die b. Gem. und R. Mana in der j. Gem. die Mischna so verstanden wissen wollen, daß Letztere bloß die vom Priester in der Verfluchungsforme! zu beobachtende Reihenfolge, wornach er zuerst den. Schenkel, sodann den Leib zu erwähnen hatte, um dadurch auf die That des Verbrechens hinzudeuten, angeben wollte, während die wirkliche Strafe ganz naturgemäß erfolgte. Die Worte in der Mischna von np*>n an sind daher als die gewissermaßen im öapidarstyl wiedergegebene Rede des Priesters anzunehmen. Vgl. MaimoN. Comm. zur Stelle. — Schien Hrn. vk. G. diese Erklärung (die übrigens Mose Sacuta im b'p aus den Bibelversen näher motivi'rt) nicht entsprechend, so hätte die Meinung des R. Abin in der j. Gem. nicht unerwähnt bleiben sollen, welche, von den. Bibelversen ganz^ abstrahirend, den Ausspruch der Mischna im Allgemeinen als Darstellung einer Thatsache der Nemesis betrachtet,' und insofern von der Unbefangenheit der j. Germ, die Mischna pt erklären, einen Beweis gibt.— Wenigstens waren hier die Erklärungen der beiden Gemaren nicht so unbedingt als ungenügend hinzustellen, ohne solche dem Urtheile des Lesers näher vörzuführen. 7 ' Ebettdas.: „so entgehet auch her übrige Körper nicht der Strafe."— Hier oder weiter unten Zeile 17 bei den Worten der Mischna N212N, ^^",21 würde die schöne Folgerung der j. Gem: all h. 1. (welche in veränderter Fassung auch b. Gem. 11a. vorkommt), „daß, wenn die sonst in geringerem Maße erfolgende Strafe-dennoch über alle Glieder sich erstrecke, um so überschwenglicher sei der Lohn für gute Handlungen", wohl haben einen Platz finden können. — Da überhaupt mehrere Proben aus dem Tractat Sota, beliebt wurden, vermißt man ungern die Mischna 1/4. itnhn ‘tq rt>. '121 Vrai ‘fai nnirr ^121 welche so viel Licht über das Verfahren verbreitet und einen so schönen humanen Geist athmet, wie ihn Göthe (W. Meister's Wanderj. Bb. 2l. S. 66 der Oetav-Ausgabe s. gesamm. Werke) kaum kräftiger einschärft! — 'Auch wäre hierbei in»Bezug auf die Beraita b. Gem. 76. manches Interessante über die Natur des alten Midrasch, über 2^21^22 u. f. w. zu sagen gewesen.- ' Ebendas.: „2l^w2dr. Von seinem bedeutenden Haarwuchse wird 2. S. 14, 26. gesprochen; daß er darauf stolz oder eitel war" (wie hier die Mischna angibt) „wird freilich nicht gesagt." — Gerade hier schließt sich die