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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1846-05-01 · 5 (Mai 1846) · p. Seite 180

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1846)
Issue
5 (Mai 1846)
Date
1846-05-01
Page
Seite 180 (sequence 22)
Language
German
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180 Allgemeine theologische Bibliographie. mit. I. Die bisherige Behandlung des Neuhebräismus, insbesondere der fremdsprachlichen Elemente. II. Die Sprache der Juden im Derhaltniß zu ihrer Geschichte. III. Die neuhebräische Sprache im Verhältniß ^um Organismus der Literatur. Namen der Juden. IV. Die Hauptquellen der Fremdwörter: 1) Commentare und Lericographien; 2) Uebersetzungen; 3) Reisebeschreibungen; 4) uaturhistorische Werke und Stellen. — Werth und Kritik der Ouellen. V. Die vorzüglichsten influirenden Sprachen tftt Einzelnen. 1) Aramäisch (Chaldäisch, Syrisch); 2) Per fisch; 3) die classischen Sprachen: ,a) Griechischs b) Lateinisch; 4) Arabisch; 5) Romanische Sprache»; 6) Deutsch; 7) Sprachen von geringerer Bedeutung (Slavisch , Türkisch, Tartarisch, Ä erbe risch). — Aus I heben wir unter Andern besonders die aus Zunz's „Namen der Juden" angeführten Beispiele von Uebersetzungen fremder Eigennamen in's Hebräische hervor, wie namentlich die zwei Eigennamen Einer Person in der^Bibel (arabisch) und vni'' dasselbe hebräisch; ferner die Erwähnung des medicinischen Werkes „Maaße Tobia", worin mehr als 400 Termen aus der materia meäiea in lateinischer, türkischer und anderen Sprachen verzeichnet sein sollen. — Nachdem nun der Verfasser in II. aus dem Doppelleben der Israeliten, dem religiösen, das mit allen Fasern an hebr. Sprache und-Literatur hing, und dem tveltlichen, das von dem Einflüsse aller Länder, Sprachen und Sitten durchwebt war, und aus der engen Beziehung und Wechselwirkung der Religion und des Lebens wie der heiligen und profanen Sprache, dievielgestaltige und Don allen Sprachen und Sprachidiomen durchtränkte neuhebräische Literatur erklärt hat, fährt er in III. mit der weitern Auseinandersetzung des Baues dieses Organismus fort; wo die Bemerkung, wie die Rabbinen in ihren öffentlichen Vorträgen in allerlei Wendungen dem Neuen und Fremden durch Accomodation und Hineintragen in-die Bibel Eingang zu verschaffen wußten, und wie daher in der neuhebräischen Literatur die Commentare selbstständigen Werth haben, indem sie -weniger commenriren, als die ausgenommenen Ideen ihrer Zeit durch Anlehnung an einen früheren Autor einzubürgern suchten, besondere Beachtung verdient. Als schlagendes Beispiel wird Salomon Maimon's Kommentar zum Moreh angeführt. Höchst interessant ist, was S. 11 und 12 über vie Einmischung fremder Idiome in die hebräische Sprache gesagt wird; so das Beispiel: „n-rvs" in der philosophischen Terminologie : „Erkenntniff" von fes auf etwas kommen wie arab. Hipi von ypl und, die Phrase r#T bs — in Uebersetzungen aus dem Arabischen. — Reich an philologischen Bemerknngen ist IV., wo des Verfassers Emendation des öKb (Cusari V. §. 14.) in sehr bemerkenswerth ist.— In V. corrigirt der Verfasser beiläufig die von Landau fälschlich gegebene Erklärung des rarin für Hermes, während Ormuzd darunter zu verstehen ^), wie uns der Herr Herausgeber dieser Blätter früher auch mündlich mitgetheilt hat. Was das schwierige betrifft, daß nach Talmud Sabbat 63a. griechisch: Hund bedeutet, und was der Verfasser S. 22 als noch nicht nachgewiesen erwähnt, so glauben wir, daß es wohl mit dem griechischen Xvpa, fojprj zusammenhängt, was als Schimpfwort für: Schmutziger, Verworfener vorkommt und welches die Rabbinen, die es als solches kannten, in der eigentlichen Bedeutung nvtov nahmen, da das hebräische 2^2 wie bei uns Hund wirklich neben der eigentlichen 1) Reland. Dissert. äs vet. ling. pers. war schon nahe daran, zog aber vor — ^briman zu lesen, weil ihm die Stelle im Zusammenhänge nicht bekannt war-

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