Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1846)
- Issue
- 5 (Mai 1846)
- Date
- 1846-05-01
- Page
- Seite 179 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2744856-2744883-2744889--1127-2746094- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
TagesbegebenheLLen. |79 fett: ihre Thäre ist Jedermann unb zunächst den Ahmen geöffnet. Diese Wohlthat empfindest vorzüglich die nach Amerika auswandernden Juden. In Bremen angekangt, wo sie oft. wochenlang auf ein abgehendes Schiff warten muffen, finden sie Unterkommen und Nahrung bei den mildthatigey gutherzigenHastedtern. Vor Men isthier Herr Sander oder Alexander daselbst zu nennen. Sein Haus ist dem Fremden ein wahres Asyl, seinem Herzen ist Wohlthun wahrhaftes Bedürfniß, in ihm finden die Auswanderer einen väterlichen Freund, der den Unerfahrnen bei der Einschiffung und ttebereinkunst mit dem Kapitän beistehet und keine Mühe und 'Aufwand scheuet, um auszuhelfen. Referent, der bei seiner Durchreise durch Bremen den edlen Mann nur im Vorübergehen sprach, gewahrte selbst in seinem Hause einen armen polnischen Auswanderer, der sich schon mehrere Wochen dort anfhiekt und seine Frau und Kinder erwartete, die Herr Sander ebenfalls weiter zu versorgen übernommen hatte. Folgender Zug genügt, um einen Begriff von den patriarchalischen Tugenden dieses Mannes zu geben. Er verheiratete ein Kind- und er und seine ihm ähnliche wackere Frau waren betrübt, daß sich Noch an dem Hochzeittage kein Armer gezeigt, dem fie von ihrem Mahle mittheiken könnten. Der Freudentag wurde erst vollkommen, als eine arme Familie anlangte, die fie an ihren Tisch zogen. Allgemeine theologische Bibliographie, Die fremdsprachlichen Elemente im Neuhebräischen und ihre Benutzung str die Linguistik u. s. w.-von W. Steinschneider. Prag 1845. Bei M. 2- Landau. VI, 32, „ : Diese Broschüre, ein erweiterter, in der Philologen-Dersammlung 1844 zu Dresden bei der SecN'on der Orientalisten mit Beifall gehaltener Vortrag, bietet uns eine interessante und gelehrte Skizze über die Entstehung, den Organisntus und die Quellen der fremdsprachlichen Elemente in der rabbinischen Literatur, uyd den Nutzen, welchen eine monographische Bearbeitung derselben sowohl für diese Literatur selbst als für die betreffenden fremden Sprachen habe» müßte. Die Grnndzüge der Entwickelung dieser merkwürdigen Erscheinung in der neuhebraischen Literatur, welche der Verfasser wegen der einheitlichen Verschmelzung der . Heterogensten.Sprachen und Ideen zu einem Ganzen treffend-ein hv-wl-n&v nennt, find klar und übersichtlich gegeben, so daß der mit dieser Literatur Unbekannte sich ein recht deutliches Bild von ihr entwerfen und zu einer richtigen Würdigung derselben gelangen kann.» Zugleich theilt uns der gelehrte Verfasser, als Beispiele viele schlagende und überraschende Einzelheiten anderer Gelehrten mit, die von großer Pelesenheit zeigen, theils eigene BeWrkyugeu, welche dem Kundigen von Interesse sein dürsten. Dsr thMn zur besseren Uc* berschauung des Merkchens die am Schluffe gegebene „Ueberficht des Inhalts" 14*