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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1846-05-01 · 5 (Mai 1846) · p. Seite 178

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1846)
Issue
5 (Mai 1846)
Date
1846-05-01
Page
Seite 178 (sequence 20)
Language
German
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478 Lagesbegebenhetteu. dem Landrabbiner vr. Meyer und anderen vorzüglichen Mitgliedern der israel. Gemeinde zu Hannover. Nach den von dem Landrabbiner vr. Meyer in seiner Antrittsrede dargelegten Vorsätzen seines StrebenS und WitckenS. berechtigt er zü schönen Erwartungen und daß er dem, von dieser biedern Ge» meinde und den anderen Gemeinden des Landes ihm geschenkten Verträum" entsprechen werde. Schon hat er einen trefflichen Beginn geniacht in seiner eifrigen Verwendung für die Realisirung dieses Unternehmens: möge nun in der Weife, wie von der Staatsregierung angeregt wurde, die auch eine Beihülfe aus öffentlichen Mitteln in Aussicht gestellt hat, und nach der Theilnahme, die ein, trefflicher Man» an dm Tag legte (nach einem Zeitungsberichte soll ein Herr Adv. Co hn 1000 Rubel dem Unternehmen zugewendet haben), auch auf anderer Seite eine lebeudige Tha'tkraft hervortreten, indem Jeder nach seinen Verhältnissen das hohe Werk fördert: und eS wird Hannover wahrhaft für Erhaltung und Erhebung des Glaubens, wirken. ' ■ - * Wenn das Moderne für sich daS Gebiet ,deS Lichts in Anspruch nimmt und mit mitleidigem Stolze auf das Antike und dessen Dunkelheit herabfiehet, so muß wieder dem Antiken eine Wärme zugestanden werden, die uns abgehet und daher unser Licht nur.einer Wintersonne vergleichbar ist. Mit der verminderteir Sabbatfeier hat auch das Familienleben viel von seiner Gemüthlichkeit verloren und hat sich auch die fromme Sitte, die Fremden und Armen an Ruhe- und Feiertagen zu bedenken, ziemlich vermindert. Die alte Zeit hielt sich verpflichtet, den Zehnten des Verdienstes (*n»a) Armen und guten Werken zuzuwende», und sie war hierin sehr gewissenhaft, wurde von vielen Familienvätern hierüber genaue Rechnung geführt: die jetzige Helle Zeit erblickt hierin eine bornirte Auffassung der an die palästi«. Staatseinrichtung geketteten Opfer undGaben, und weiß einen bestem Gebrauch hiervon zu machen; weiset doch nebst dem Genuß nvch der papierne Actieneocytus, worauf man seine Ersparnisse und Nichtersparnisse verwenden kann- -— Doch noch sind nicht ganz die patriarchalischen Tugenden auS Israel geschwunden; und leben sie »och vorzüglich in einem Winkel, wo ihnen die Vorsehung zum Schutze vieler Bedrängten eine Stätte angewiesen zu haben scheint. Zu Hastedt, einem zu Bremen gehörenden und von ihm eine Vorstadt bildenden Dorfe wohnen mehrere aus Bremen vertriebene jüdische Familien. Der Wiener Friede brachte Freiheit von der Fremdherrschaft und den Juden Drück von der einheimischen Herrschaft oder gar Vertreibung, wie sie Bremen und Lübeck im erhebenden Hochgefühle ihrer alten Freiheit en über die Juden verhängten. Die Juden zu Hastedt nun ühen seltene Gastfreundschaft andren nach Bremen kommenden Glaubensgenos-

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