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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1846-05-01 · 5 (Mai 1846) · p. Seite 176

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1846)
Issue
5 (Mai 1846)
Date
1846-05-01
Page
Seite 176 (sequence 18)
Language
German
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476 Die Principien des Talmuds in Bezug, auf Reformen im Judenthume re. her konnte und brauchte auch kein Emora auf diese Mischna sich zu beziehen, da es etwas allgemein Bekanntes war. Jedoch mußte Jeder seinen Beschluß gehörig motiviren, wie aus Bal)a Kama96 b. Succa 19b. Erubin46a. zu ersehen ist. So wäre nun Alles geordnet, die Gemara mit der Mischna im Einklänge und alle Schwierigkeiten, die Rappoport gegen die Erklärung des i'nan und sS'an erhebt, beseitigt : (Schluß folgt.) : Tagesbegebenheiten. In unseren Tagen, wo Reform und Antireform die Gemüther in beständiger Aufregung erhält, werden nicht selten andere heilige Interessen zurückgedrängt, wird Manches, das zu dem von der Reform und Antireform vorgegebenen Ziele, Erhaltung des Glaubens, mit Sicherheit führt, nicht beachtet. Wir stellen hier obenan: die Heranbildung tüchtiger Volks¬ und Schullehrer. Daß die Reform mit der Wissenschaft Hand in Hand gehen muß, ist von jedem Denker anerkannt;. daß die Wissenschaft sich mit einigen oberflächlichen Auszügen nicht befriedigen kann,'gestehet jeder an gründliches Forschen Gewöhnte gern ein. Wir bedürfen der Bildungsanstalten, in denen Heranwachsende Theologen mit ihrem Fache gründlich bekannt gemacht werden; dann werden sie auch redlich erkennen, was sie beizubehalten oder zu verwerfen haben. Eine theologische Facultät genügt zu diesem Zwecke nicht; da doch erst eigentliche Vörkenntnisse vorausgehen müssen, und wo nun diese erwerbend Soll etwa.ein Mischna- oder Talmudcompendium ausreichen? Mag es,- so es gründlich angelegt ist, den Antiquitätsforscher befriedigen; der Geist des Talmuds kann in ihm nicht wiedergegeben werden; der Geist ist lebendig und bedarf des lebendigen Ausströmeus und Empfangens. Rabbinerseminarien werden erfordert und wie wenig wird hierzu gethan! Wan streitet und kämpft -und will erhalten; und Ln diesem Streite geh^t verloren und wird, was wirklich 1) Bis auf die einzige im §. 3. Aber diese Correctur ist nichts Seltenes im Talmud, und muß sie oft auf diese Weise in der Mischna vorgenommen werden, sowohl von Seiten der jerusalemitischen als babylonischen Gemara, als auch der nachtalmudischen Gelehrten. Siehe Succa Abschn. 3. Mischna 6. Ohobot Abschn. 15, M. 7. Aboda Sara Abschn. 4, M- 8., wo beinahe dieselben Correctionen gemacht werden. Es scheint, als weny in der Mischna das Waw auch oft die Bedeutung hatte, die es Ln der Bibel bei dem Nachsatze einer Bedingung.hat, wie z. B. 3. B. M. 26, 3. irroi — 1ÄN NX oder daselbst 12, 2. nxÄvi — mfln 'S u. dgl. m.

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