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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1846-05-01 · 5 (Mai 1846) · p. Seite 174

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1846)
Issue
5 (Mai 1846)
Date
1846-05-01
Page
Seite 174 (sequence 16)
Language
German
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174 Die Principiey des Talmuds Ln Bezug ans Reformen im Judenthume rc. imEdrrjoth /) und b^s Sonderbarste dabei ist, daß die Gemara diesen Satz weder-an wrn noch w*- bindet, sondern bloß an pws barm* tim (Aboda Sara 36a.). Darum scheint uns die Erklärung des n"da^ und raVn die «Lturlichste, und R. Jehuda Hanast will Ln dieser Mischna eine besondere Regel von seiner Abfaffungsweise der Mischnajot angeben, daß nämlich, wo in der Mischna eine Kontroverse vorkommt, die im Namen der Mehrheit angeführte Entscheidung nie als Cynodalbeschluß angesehen werden könne, wenn nicht ausdrücklich wie dedajim 4,1. ■nttvitta dabei gesagt wird, und daß nur dann die in der Mischna angeführte Entscheidung als ein Synodalbeschluß angesehen werden könne, wenn sie im Namen der Mehrheit ohne irgend eine -entgegengesetzte Meinung als «ne* ober .ne* noan (darum heißt es auch tvA/n tu» m*d bd Baba Mezia60a.) allgeführt wird; wo aber die Entscheidung nicht auf diese Weise ausgedrückt wird, ist die ganze Mischna nur als eineSchuldiscussion anzusehen, und es bleibt den späteren, nämlich den Emoraim überlassen, nach gehöriger Prüfung und Motivirung die Halacha nach der Meinung zu entscheiden, die sie am meisten begründet finden^). L) Es hat wohl noch ein Gelehrter im *ran.d*D 5. Band (Brief 4, S. 50) eine andere Erklärung versucht; aber auch diese leidet an manchen Mangeln, auf die uns Rappoport in erwähntem Schreiben aufmerksam machte, unter denen folgende die wichtigsten sind: 1. Findet man nirgend im Talmud den Ausdruck wp für di. Im Gegentheil (littin 32b. und lebamot 25b. ist erwiesen, daß eim Einzelner nie *id genannt werden könne. 2. Warum würde Rabbi Iehuda Hanast nur Rücklicht genommen haben auf die Controverse, die nicht in persönlicher Besprechung geschehen, und nicht lieber auf jene, die in persönlicher Besprechung geschehen stnd, was häufiger der Fall war, rvie dieses aus der so oft in der Mischna angeführten Rücksprache der Streitenden zu ersehen ist. Endlich 3. kann alles das gegen diese Erklärung eingewendet werden, was oben §. 1. und Z. 3. gegen die des -inad und iöin eingewendet wurde. 2) Deßwegen heißen fie auch nach unserem Dafürhalten dWidR vom arabischen dea VIII Beschlüsse fassen, entscheiden, weil fie die Mischnajot zu untersuchen und zu prüfen hatten, um darnach zu beschließen für die Praxis; zum Unterschiede von den Männern der Mischna, die bloß d">aan Lehrer hießen, die größtentheils Discusflonen abhielten, ohne zu prüfen und zu untersuchen, ob ihre' Lehrsätze für die Praxis geeignet seien, wie^ dieß ausdrücklich in dem Satze nrwo Ndbn ■pidia ,dbis ‘’bne d^aarn Sota^22a. bezeichnet wird. Siehe Raschi daselbst, ferner Lada Mezia 86a. NadlN YD ^a '*i, ferner Raschi Nidda 7b. unten Ndbn *pneb ‘■pa ri'x Weil die Emoraim von den Zeiten des R. Zehuda Hanast an auch als Erklärer des Vortrags vor dem Volke genommen wurden (Joma, 20b.), so wird immer von ihnen gesagt ipia rr»b$ rtdlva, und hielt man fie auch für bloße Erklärer pv-iine; aber auch

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