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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1846-05-01 · 5 (Mai 1846) · p. Seite 169

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1846)
Issue
5 (Mai 1846)
Date
1846-05-01
Page
Seite 169 (sequence 11)
Language
German
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Die Principien des Talmuds in Bezug auf Reformen im Judenthume re. 169 Die erwähnten Bestimmungen in Beziehung auf die Gültigkeit der Satzungen der drei ersten Classen sind klar und ohne allen Einspruch im Talmud angedeutet Und können sie leicht von jedem nur einigermaßen mit der rabbinischen Literatur Vertrauten aufgcfunden werden, aber schwieriger dürfte dieß sein in Beziehung auf die Gültigkeit jener Sazzungen, die die zwei letzten Ekaffen ausmachen/ wir wollen daher — um auch bei der Entwickelung der rabbinischen Satzungen uns wie bei den mosaischen einen > Maßstab für das aufzufindende Princip vor die Augen zu setzen — zuerst einige einzelne Modifikationen und Abrogationen herausheben, die bei den rabbinischen Satzungen Statt gefunden und von denen im Talmud Erwähnung geschieht. Rabbi Jehuda ben Betera hat die von Esra eingeführte rp rSrao abolirt (Berachot 22a. siehe Tosefot Baba Kama 82b. 1N"X »nx fti ipm.) Mehrere, früher allgemein, zufolge trösn rfcaa eingeführte Ferialtage sind nach Einigen (Rosob llasobana 18b.) in der Folge aufgehoben worden. Rabbi Iochanan ben Sakkai hat nach der Zerstörung des Tempels viele frühere Einrichtungen und manche mit ihnen verbundene Erschwerungen aufgehoben (Rosch Haschana30b. 31b. ff.). Mehrere Beschlüsse früherer Behörden finden wir durch spätere antiquirt in den Mischnajot: Ketubot 57a. Gittin 55b. Nedarim 66a. auch Nasir 34b. und Synhedrin 27b. Erubin 41a. wird uns in Angelegenheit einer in die Praxis eingeführten Satzung gemeldet •w “i im wm ans 'T’as an im rfftai •w -ö R. Jehuda Hanasi hat mehrere frühere Erschwerungen aufgehoben (Aboda Sara 36a. 37a. ff.) u. a. m. Die späteren Emoraim stoßen sehr oft die Halacha der früheren Tanaim um; so wird die von R. Jehuda Hanasi allgemein ausgestellte Mischna von einem Emora des R. Iochanan von der Praxis ganz ausgeschlossen, obwohl sie nur für dieselbe so allgemein aufgestellt zu sein scheint (Sabbat 147b. Jebamot 16a. b. Menachot 52b. Chttlin43a. u. a-.ni.)1). ben, weil keine Tradition nnilS heißt, und. für keine irgendwo ein Stützpunkt verlangt wird; denn darin besteht ja das Wesen einer Tradition, daß sie nur mündlich überliefert wurde und keinen Stützpunkt in der Schrift findet,, wie dieses schon Maimonides ausführlich erörtert und aus vielen Stellen im Tal« mud erwiesen "werden kann. Wo also wird im Talmud die Auflösbarkeit der Eide als göttliche Tradition ausgegeben? 2Beim Maimonides Biich. Sehebuot cap. 6. §. 2. sagt rPnp isa fiüea-VTeb "ja, so ist dieß keineswegs dem Talmud zur Last zu legem, und dann hatte man wissen sollen, daß selbst dieser Ausdruck bei Maimonides nicht strenge zu urgire» uud ein Unterschied zu machen sei zwischen vsa n;?n und zwischen ira“; rrarera ii»b, den» unter letzterem Ausdrucke ist keineswegs eine göttliche Tradition zu verstehen.' 1) Hiermit ist die Behauptung des gelehrte» Herrn Luzato 'ran tro

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