Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1846)
- Issue
- 5 (Mai 1846)
- Date
- 1846-05-01
- Page
- Seite 167 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Prineipken des Talmuds in Bezug auf Reformen im Judenthume rc. früheren Tanaim daselbst28b. (von denen R. Acha gewußt, wie ans 29a. zu ersehen ist) nach den hermeneutischen Regeln das Gegenthell erwiesen haben. ^d II. Mit dem Namen »^finden wir im Talmud nicht nur jene Satzungen, die als wirklich göttliche Lehren mündlich, durch Moscheh uns überliefert worden sind, sondern auch Lehren, die entschieden rabbinisch sind, z. B. Jadajim IV, 3. So auch Talmud Jeruschalmt zur WseKna Sadbar 1, 3. »Vn naw mm xp ntsV nk und unmittelbar vorher wird auf das Verbot der Mifchna -m uh im Namen des Rabbi Jischmael gesagt nm nstän rynws min wiewohl bei der Anordnung in der Mischna mit der Ausdruck tom* msa gebraucht wird. Es scheinen daher auch rabbinische Lehrsätze, die chres Alters oder ihrer Allgemeinheit wegen im hohen Ansehen standen, so benannt worden zu sein *), um ihnen die Autorität und die allgemeine Gültigkeit anzuerkennen, die das mosaische Gesetz hat, damit künftige Behörden sie nicht wie die rabbinischen, sondern wie die mosaischen behandeln sollen, die nur nach den oben erwähnten Principien modificirt werden können. Darum legte man auch auf sie mehr Geil Zu dem Sinne, wie wir oben erklärten n» "ppnp^ 'naus nyipi pm *nxbnö; und es wird bei diesen Satzungen absichtlich dieser Ausdruck gebraucht, um ihnen die Gültigkeit gleich dem mosaischen Gesetze zuzuerkennen. Diese Auffassung wird auch bestätigt durch den Ausdruck (Lada Batra 12b.) m&bn irraarwi hTöH‘r siehe dort Raschi dyasv '®fy\ rin, ferner Nidda 45a. nb>2 nnrn bm ixhhn tim rü» NMN2 *p So scheint auch Maimonides diesen Ausdruck im Talmud aufgefaßt zu haben, und deßwegen gibt er in seiner Vorrede zu Seraim und im Jad Hachasaka Mamrim 16,3. den Forschern des Talmuds ein Kriterium an lue Hand, um zu erkennen, wenn unter dem Ausdruck ixbhn eine wirkliche göttliche Tradition oder nur ein autorksirtes rabbinksches Gesetz zu verstehen ist, nämlich das der allgemeinen Ueberernstimmung, die sich über das unter dem Namen MÄn aüsgegebene Gesetz vorstndet. Waltet gar keine Controverse-über dasselbe ob, so kann es eine göttliche Tradition sein; wo aber dabei einer Controverse oder einer Vergessenheit erwähnt wird, da ist die unter 'aübhn begriffene Satzung gewiß keine göttliche Ueberlieferung, weil bei dieser, wenn sie bloß theoretisch ist, keine Streitigkeit und wenn praktisch, keine Vergessenheit Statt findet. Und dieses Kriterium ist wirklich auch im Talmud bestätigt (lemura 15b.), wo es heißt 5p?v nm ns rnöa pW» NM2 N-!1N ynxh r«i *jöö» wn nw»2 Mn w p •tiW, weil mit den NM, wie wir weiter bemerken werden, die Streitigkeiten begonnen. Daß dieses der wirkliche Sinn des Maimönidischen Grundsatzes ist, muß Jeder erkennen, der besonders jene Stelle in benannter Vorrede, die mit den Worten wdwn pbnn anfangt, mit Aufmerksamkeit liest, und find auch hiermit alle jene Schwierigkeiten beseitigt, die Mehrere und besonders Bachrach in nin Nr. 192. gegen diesen Grundsatz erheben.