Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1846)
- Issue
- 5 (Mai 1846)
- Date
- 1846-05-01
- Page
- Seite 163 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Principien des Talmuds in Bezug auf Reformen im Jndenthnm» «. 163 falsch es Gesetz verdräng en Vars. Dieser Satz wird Versokot 20a. nur allf ein positives mosaisches und (19b.) auf ein rabbinisches beschränkt, wo zugleich sein Stützpunkt Ln 2. B. M. 6, 7. und 5. M. 22,1. nachgewiesen wird. IV. npsn “q "ipsn (Jebamot 89b. Gittin 36b.). Das Obergericht kann bei Rechtsfällen einen Gegenstand, de» früher Jemand besaß, ganz frei erklären und ihn dem Einen oder dem Andern zuerkennen. Dieser Grundsatz wird motivirt durch'Josua 19, 15. und den Beschluß Esra's (das. 10, 8.). In Folge desselben konnte man sogar ein Feld ganz von dem Zehent befreien (Schekalim 3a.). An diesen schließt sich wieder der folgende an: V. wipv paai »rem unpvn ha. Wer eine Ehe eingeht, geht sie nachdem Willen und derBestimmung derRabbiner ein, indem er ausspricht bsrw'vrrcw nna— n*> nsmpa n* *>in( gibt er stillschweigend zu, daß diese Ehe, sobald sie nachher vom Obergerichte aus irgend einem erheblichen Grunde nicht genehmigt werden sollte, ungültig sei. Dieser Grundsatz ist durch die allgemeine Uebereinstimmung und Einführung jener Formel, um allen künftigen Schwierigkeiten und Collisionen vorzubeugen, gerechtfertigt. VI. B'früi'vaa: insn näi mnoa «nnn reis. Die Bestimmung der Neumonde und daher der Festtage sind ganz dem Obergerichte in Jerusalem überlassen, wie es vermöge Aussage der Zeugen, der astronomischen Berechnung und der herrschenden Umstände dieselbe für zweckmäßig erachtet. Diesem Grundsätze wird 6osdi Haschana 22a. 25a. der Stützpunkt in 2. B. M. 12, 2. nachgewiesen. VII. Endlich c'is bto nitf-re mir» (Jerusch. Synhedrin Abschnitt 4. Hal. 2. Ales. 8okrim Abschn. 16. Hal. 6./) oder nrinii nwin bis ■'in ppi pp .bs bs (Erubin 21b. unten). Man kann die heilige Schrift auf mannigfache Weise erklären, und so aus jedem Punkte eine Unzahl von praktischen Lehrsätzen ableiten. Der erste Satz wird an Psalm 12. und an Vers 4. des 2. Eapitels und der zweite in der Agada an Vers 10. des 8. Eapitels des Liedes der Lieder angelehnt. Auf diesem Grundsätze basiren die bekannten 13 hermeneutischen Regeln des Rabbi Jischmael und die 32 des Rabbi Elieser, denn sie werden nirgend in 1) Auffallend ist, daß der gelehrte Heideuheim zum nmim ansa »st mn nisiav hiö'a wb den Ritba in Erubin und nicht die angeführte Talmudstelle als Quelle citirt. 13*