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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1846-04-01 · 4 (April 1846) · p. Seite 158

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1846)
Issue
4 (April 1846)
Date
1846-04-01
Page
Seite 158 (sequence 40)
Language
German
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158 ' Recensionen. ich nichts Näheres über den Styl, in dem das Ganze geschrieben ist; er ist "wie der Inhalt ein charakterloser, aller Farbe entbehrender, gestückelter und mit : den jämmerlichsten Phrasen versetzten er ist ganz dem Inhalte eonsequent und eben so gehalten. Nur über die Gesinnung des Herrn Verfassers über das rabbinische Judenthum bin ich noch schuldig Zeugniß abzulegen. Einleit. p. ö. heißt es: „Niemals ist in Israel der Gottesdienst mit größerer Sorgfalt beobachtet, niemals andächtiger und mehr,gebetet, niemals sind die Ceremonien bis jn's kleinste Detail strenger ausgeübt worden , als in der unheilvollsten Zeit, in welcher das Land von den verworfensten Sündern und Mißthätern, von Räubern und Mördern angefüllt war." Dazu wird Holberg „als achtungswerther Historiker" citirt, ein Schriftsteller, der eben so großen Haß gegen die Juden als weniges Wissen von ihnen hatte. P. 110 ist aus Holberg 2, 245. 246 und Jost 2, p. 10 mit den Acten. Es wird da die Bekehrung des Jzatis abgehandelt. Er wollte sich beschneiden. Seine Mutter Helena redet ihn ab, und Anania der jüdische Priester thut das ebenfalls aus politischen Gründen, indem sie ihm sagen (nach Holberg) „daß die Beobachtung der göttlichen Gebote weit nützlicher und wichtiger sei als die Beschneidung." Jost schreibt deutlicher: „die Beschneidung sei nicht das Wesen der jüdischen Religion,-und er sei durch Beobachtung der Vorschriften des Gesetzes, welche das Wesen der Religion ausmachen, hinlänglich bekehrt." Deffauer ist zu aufgeklärt, um nicht hier etwas zu ändern: „die Beobachtung der göttlichen Moral geböte sind das Wesen der jüdischen Religion und weit wichtiger als die Beschneidung." Eleasar, der daher auf sie dringt, wird ein Zelot genannt. So schreibt man Geschichte und ist man aufgeklärt. P. 191. führt er aus Jost wörtlich die Stelle, „über die lästige unnütze, dem mosaischen Gesetze zuwiderlaufende Feier doppelter Festtage" mit gesperrten Buchstaben an. P. 193. heißt es: „Der aus dem Pharisäismus entstandene Rabbinismus, dessen Streben dahin ging, das mosaische Gesetz durch die Tradition näher zu bestimmen und es durch Argumente, Schlüffe und dergl. mehr immer auszudehnen, gewann eine breite Basis im Judenthume und erhielt den Sieg über alle andere Völker" rc. P. 402. ist es am offensten. „Weit entfernt, die israelitische Religion in ihrer Reinheit, Vollkommenheit und Göttlichkeit aufzufaffen, wie sie die Offenbarung gibt, sahen die Rabbiner und sehen zum Theil noch jetzt dieselbe durch die gefärbten Gläser des schalen R«rtionalismus (!!). Sie wollen durchaus die ewig unveränderliche Lehre von dem heiligen Wesen und Willen Gottes nicht unterscheiden von den nur gewissen Zeiten gegebenen Gesetzen, welche sich auf Israels Staatsversaffung, Volkstümlichkeit, Priesterleben und Absonderung beziehen; wollen das durch Gottes heiligen Willen Dahingeschwundene durch Festhalten an Menschensatzung ersetzen, was Gott nicht haben mag; wollen endlich nicht einsehen, dast Israel aufgehört hat ein Volk zu sein, daß ‘ ihm, seitdem es als Familie zerstreut unter andern Völkern lebt, bloß als reine mosaische Religion, die Lehre, die ihm Moses von Gott gebracht, als vollkommen hinreichendes Mittel zu seiner Seeligkeit, als ein ewiges Erbtheil geblieben ist, daß daher alle Absonderungsgesetze aufgehört, daß es als Familie sich mit den Völkern vermischen, in ihr Volksleben ein- und aufgeben und nur seine ihm von Gott geoffenbarte Religion wahren soll." In der Note dazu heißt es: „Nicht genug sind in dieser Beziehung jedem Israeliten, der die verkannte gött-

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