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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1846-04-01 · 4 (April 1846) · p. Seite 150

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1846)
Issue
4 (April 1846)
Date
1846-04-01
Page
Seite 150 (sequence 32)
Language
German
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150 Allgemeine theologische Bibliographie. chen Bildung und Erkräftigung Ln dem überkommenen Glauben." — Der Verfasser ist seinem Vorhaben nachgekommen; vorliegendes Bändchen enthalt: Parabeln, Erzählungen, Psalmen, Sittensprüche u. s. w., die dem kindlichen Gemüthe angemessen, neben den allgemeinen Lehren der Sittlichkeit und der Menschenliebe warme Liebe zum Glauben zum Inhalte haben: und ist diese kleine Jugendbibliothek, die der Verfasser unverdrossen fortsetzen möge, sehr anzuempfehlen. Zur NMentchatt des Iudenthums. Ueber geschichtliche und literarhistorische Arbeiten dieses 5. Jahrzehntes. 1. Die religiöse Poesie der Juden in Spanien von vr. Michael Sachs. Berlin. ' Veit u. Comp. 1845. 8. S. 347 und 51 S. hebräisch. Für die Kenntniß jüdischer Literatur und Geschichte war dieses Jahr ein segensreiches. Zwei Erscheinungen, ausgehend von gelehrten Männern, haben es dazu gemacht. Die Kräfte, die über diesen ErscheinWgen walten ten, waren eben die sich ergänzenden, und unter diesen hlüht die Wissenschaft. Während von dem Einen über vorhandene Stoffe das Licht des Gedankens gestreut wird, der eindringt in die Massen und sie zu Gesichtspunkten für die Allgemeinheit verarbeitet, war der Andere wieder herabgestiegen in die Schachten der Vergangenheit, um neue Welten aus der verschütteten Pracht des Alterthums zu fördern. Der Eine war der Goldschmied, der die mächtigen Barren des Andern zum Kunstwerk umschafft, der Andere der unermüdliche, in Staub und Moder wühlende Bergmann. Nur war-der Eine nicht bsoß Bildner, sondern auch das Schöpfertalent rollt in seinen Adern, und der Andere nicht bloß Bergmann, sondern wie keiner eint er die Kunst des gelehrten Arbeiters mit der des Schreibens. Er überwältigt die Massen und setzt sie in den Terten taciteischen Ausdrucks auseinander, während des Andern ciceronische Fülle, was sie darstellt, blumig und farbig, frisch und blühend macht. Zunz hat, heimisch im Alterthume und versenkt in den Ernst einer großartigen Ahnenwelt, seinen Schöpfungen herbstlich-römische Würde und Kürze ausgeprägt und ist dadurch der größer« Menge weniger zugänglich geworden. Sachs hüllt durch die unerschöpfliche Fülle poetischer Gedanken seine Darstellung in einen erfrischenden Frühling; wie ein Verschwender greift er in den unermeßlichen Schatz seiner Redekrast, um zahllose Blumen auf den Pfad des ernsten Geschichtslebens zu streuen, so daß man manchmal' mit dem Verschwender rechtet und der Geschichtschreiber zum Autor wird. Für die jüdische Nation und für Alle, die sie. kennen lernen wollen in ihrer Größe, ist dieß Buch von Sachs ein Bedürfniß; sie bedarf eines Vermittlers, der sie mit kundiger und gewandter Hand einfährt in die Selbsterkenntnis! und.Selbstachtung; ihr ist ein geistreicher, mit den Gaben des Worts geschmückter Führer gegeben, und eines Vergnügens beraubt sie sich, wenn sie sich ihm nicht vertraut. Das Buch von Zunz ist für Gelehrte und Männer der Wissenschaft geschrieben, für Männer der Citate und Zahlen, die mit der Geduld der Forschung

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