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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1846-04-01 · 4 (April 1846) · p. Seite 144

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1846)
Issue
4 (April 1846)
Date
1846-04-01
Page
Seite 144 (sequence 26)
Language
German
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144 Allgemeine theologische Bibliographie. ruvg: sie spricht selbst für sich. Hören wir wie der Verfasser deutet: acr» v!sVN. Er trat aus dem heitern Himmel seiner Phantasie in die bewegte Athmosphare des Weltlebens mit seinen Stürmen und Anfechtungen, mit seinen Gaben und Forderungen 2^2122 und schauete zu den Sternen empor, erfüllt und durchdrungen von dem Streben, sich auf die Höhen der Ehre zu 'schwingen und die glänzendsten Punkte des Lebens zu erklimmen — hier, wo der feurige Jüngling, von glühendem Ehrgeiz getrieben, sich so oft vergißt und aus der Bahn tritt: auch da war sein Leben ein frommes, gottgefälliges, ein Lob des Herrn. ‘’TOa pi\ Er sog an der Mutterbrust, die Welt legte sich ihn als Glückskind an den mütterlichen Busen, überströmte ihn mit ihren Gaben und Segnungen tanöi1! und ließ ihn tief in den Born und Behälter des Glücks schauen ff." Will der Herr Verfasser seine Zuhörer die alten Wersen kennen lernen, so fragen wir, ob nicht der alte Rabbi beffer spricht: „Als er an das Weltlicht trat und die Sterne sah (das Universum mit seinen Lichtern und den großen himmlischen Schöpfungen dem neuen Weltbürger entgegenstrahlte), da ergoß sich seine Seele in Lob und Preis zu Gott. Er sog von der Mutterbrust und betrachtete sie (wie der Herr so wunderbar für die Nahrung des neugebornen Kindes gesorgt und die Mutterbrust zur ergiebigen Lebensquelle eingerichtet ff.) und er ergoß sich in Lob zu Gott." Hatte nicht dieser Rabbi eine treffliche Naturanschauung, ohne daß wir deuten und mißdeuten und unsere modernisirte Rede- und Schwungweise auf ihn hinübertragen?—- Der Verfasser liebt überhaupt derartige Interpretationen, und muß 'bedauert werden, daß er hierin das Geistreiche erblickt. Vgl. S. 45. S. 100. '*131 cna yn. 101. rton "pn u. a. m. Sonderbar genug ist, daß der Verfasser im Eingänge des fünften Vortrages sich zur Aufgabe setzt zu beweisen, daß ihre weisen Sprüche voll Tief- und Scharfsinn seien, er daher einen ihrer tiefen sinnvollen Sprüche zum Anhaltspunkte für seinen Gegenstand (die Erziehung) nehmen will; und dieser tiefe sinnvolle Spruch ist: „cttr-it tiö Nt N21M die Erziehung gleiche der Aussaat"!! — Herr Neuda gibt fast durchaus nicht die Weisen, sondern sich, und hat unseres Dafürhaltens nicht seine Aufgabe gelöst. Daß, wie er im Vorworte sagt, daF Publicum, zu dem er gesprochen, an solcher Deutung Gefallen findet, dürfte nicht völlig entschuldigen. Der Verfasser hat die Vorträge nicht für seine kleine Gemeinde, sondern für das große Publicum an's Licht treten lassen; und hat seine Gemeinde Geschmack an derartigen Deutungen, so ist es seine Aufgabe, diesen Geschmack zu lautern: und er wird sie so glücklich lösen, wie es ihm gelungen ist, seinem Auditorium Geschmack an deutschen Reden überhaupt beizubringen. Wir lernen den Verfasser auch von der gelehrten Seite kennen und zeigt er sich in den Anmerkungen auch als ein mit den klassischen Studien nicht unvertrauter Mann. Nur können wir seinen Etymologien nicht ganz bestimmen. So ist die Ableitung Maccabaer von (iccxv (puzv) ß^aiog auch griechisch nicht ganz rich- Üg; und wissen wir nicht, warum der Verfasser schreibt und sich sogar auf das Noterikon einlaßt, während, wie bekannt von 2pn Hammer (vgl. auch Jeremias 51, 20.) das Richtige ist. Ebensowenig dürfte dem Verf. beizustimmen sein ,/dnswa EN12X rvottö die Reinheit ihrer Absichten", „drvnis von der Radir mä wollen wünschen" (S. 24).— Doch werden alle diese Ausstellungen weit von dem Verdienste des Verfassers überwogen. Sein Streben ist ein ehrenhqstes: der Wortschwall soll aus unseren Predigten schwinden: nicht

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