Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1846)
- Issue
- 3 (März 1846)
- Date
- 1846-03-01
- Page
- Seite 119 (sequence 41)
- Language
- German
- Belongs to
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Zur Wissenschaft des Judenthums. 119 kenswerth, daß Jerusch, sich an Stellen unabhängig zeigt, wo Onkelos schon in ältester Zeit gleichsam als recipirt erscheint. So Genes. 43,11. S"uiö» «risD. Onkelos hat NN und ist diese Ausdrucksweise sogar Ln den samaritanischen Pentateuch übergegangen. Vergl. Erod. 22, 3. 8. — Erod. 1, 15. rvmssn. Onkelos «rnrnin-», Jerusch. (Auf diese letztere Stelle machte mich Herr Dr. Beer aufmerksam.) Betrachtet man die Redeweise des Jeruschalmi, so hat sie manches Eigenthümliche. Die schon erweichte Palast. Aussprache (vergl. meine Vorstudien zur Septuaginta S. 101 ff.) zeigt hier diesen Charakter Ln noch bedeutenderm Grade als bei Jonathan und bekundet, daß der Uebersetzer ein Galiläer (vgl. daselbst) gewesen. Vgl. Erod. 9, 9. Jernsch. Jonath. ‘pp'is&tt). — Das. 14, 15. Jerusch. ‘»nVnto. Jonath. ‘irßabs. — Numer. 31, 50. tws. Onkelos ‘■pnn. Jonath. fcfWra. Jerusch, — Das V ist bei Jeruschalim so weich, daß es sich gleichsam als nnv3 N2 eingeschlichen. So ist rvwan« Genesis 39, 20. Erod. 14,16. Rum. 20, 11. für msm« u. s. w. (Doch ist ppd-,2« Vraetea, bei Jonath. /ppoTfl«. Erod. 28,42. Levit. 3,2. 16, 4.). — Jerusch, gracisirt auch starker als Jonathan, sowie beiihm auch mehr der westaramaische Dialekt hervortritt. — Beim Jerusch, erscheint auch ‘-finVitt der Bedeutung auch. Vgl. Erod. 12, 38. 19, 9. (Elia im Meturgeman Art. nnb führt aus Genes. 13, 5. xAi C]&1 Targ. Jerusch, dhb an. Dieses findet stch aber das. nicht in Jonath., noch ist hier eine Variante) *). D. Liegt schon in dem bisher Gedachten eine Andeutung, daß die Zeit des Jonathan eine spatere sei, als die des Jeruschalmi, so sprechen andere Data noch mehr dafür. Numer. 24, 24. rnn rnN mro. Jerusch, «nm» *pa (so muß es heißen) «wnid *pb pötoi« yipsm ‘■»«»'m pmA ynrrS pL-,22^ arm. Jonath. "p ppsm ^rttöbip ppd^ ■)‘W3fa •jis'-ibs"'!'Vgl. auch das. V. 20. Jerusch. «d^h «mb p ‘mram. Jonath. '121 «mp Das. 12, 1. npb mis^D NW« deutet Jerusch, (wie Onkelos) auf mss und nach dem bekannten Midrasch. Jonathan hat die aus Josephus entlehnte, und in und twn mmri übergegangene Sage, daß Moses bei seiner 40jährigen Abwesenheit von Egypten eine Kuschitin geheirathet u. s. w.; Jonathan hatte also den Josippon, der aus dem zehnten Jahrhundert datirt (vergl. Rap poport R. Nathan Anmerk. 43. Kalir Anmerk. 17.), vor sich. — Genesis 1, 14. hat Jonathan die Cyclen der jüd. Jahrrechnung und Feststellung des Kalenders; Jerusch, hat, wie aus der Variante das. hervorgeht, dieses nicht. E. Noch dürste zu bemerken sein, daß die ehrfurchtsvolle Sprachweise von Gott, die Onkelos durch mma mitunter vermittelt, im Targ.Jerusch. sehr gesteigert ist. So schiebt er, wenn nicht 'n wi den Eingang zn einem Gesetze gebildet, gewöhnlich ein /fcraia ein.— Ebenso laßt er bei dem Sprechen zu Gott gewöhnlich ein ipxd einschließen. dm« S. 39 macht hier einen sonderbaren umgekehrten Schluß und einen noch sonderbarer« dlnd, während er Jonathan ganz unbeachtet überlaßt. Daß aber die masor. Leseart dfi« die richtige sei, vergl. 1. Jahrg. d. Zeitschrift S. 85. 1) Elia citirt das., daß dieses in der Bedeutung auch sich in den Targumim zu Psalm., Spr. und Hiob finde (führt aber nur Beispiele aus erstern und letzterm an). Dieses würde also die Meinung Zunz', der Jerusch, in eine Zeit mit dem Targum zu diesen Büchern-versetzt, (das. S. 81), bestärken.