Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1846)
- Issue
- 3 (März 1846)
- Date
- 1846-03-01
- Page
- Seite 120 (sequence 42)
- Language
- German
- Belongs to
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120 Zur Wissenschaft des Zudenthums. Auch ist er hier so ängstlich, daß er sogar ein ÄttPilp oder ein rtn hinzufügt. Vgl. Genes. 22,-11. 31, 11. Erod. 3, 4. 19, 7.8. 9. u. a. a. O. Jonathan halt die Mitte zwischen Onkelos und Jeruschalmi. — Zu bemerken dürste hier noch sein Genes. 1, 27., wo Onkelos und Jonathan den V. wörtlich wiedergebeu, obschou man hier ein rtotttaii rpmii erwarten dürste; Jerusch, hat wirklich letzteres im Auge und umschreibt. Hingegen muß auch bemerkt werden, daß Deuteron. 4, 28. Onkelos und Jonathan das haben, und Jeruschalmi es auslaßt x). Dieses einige Andeutungen über Jonathan und Jeruschalim, die hier nicht ausgeführt werden können; aber es dürste schon aus Obigem;u folgern sein, daß Jerusch, und Jouath. nicht identisch seien. Jerusch, ist eine frühere Uebersetzung, die ein Spaterer umarbeitete und viele Zusatze anfügte. Vor dieser umfassendern Paraphrase, die die frühere paraphrastische Version (Jerusch. bildete beide zugleich, nur war die Version — wie oben — hier mehr überwiegend) in sich schloß, ging diese verloren und blieben nur Bruchstücke, von denen uns auch schon ein großer Theil fehlt (vgl. Zunz a. a. O.), zurück. Daß man auch diese spatere Version das Jerusch. Targum benannte, ist gar nicht befremdend, da es das Eigentliche Larg. Jerusch. ganz ausgenommen hatte, und mochte mancher Autor durch die Aehnlichkeit an vielen Orten getäuscht, sehr leicht beide Recensionen (da noch dazu wegen der Seltenheit der Mscpte. beide schwerlich wie in gedruckten Editionen neben einander vorgekommeu sein mögen) für eine genommen haben. Asaria de' Rossi spricht zwar von zwei völlig übereinstimmenden Recensionen, die er gesehen und deren eine die Aufschrift ‘naton*' tnmn, die andere *p •jrw 'n geführt habe; allein ob es mit diesem völlig so genau zu nehmen sei, bleibt dahin gestellt. Bei einer diesen Rezensionen nic(t absonderlich gewidmeten Einsicht muß es freilich scheinen, daß sie mit einander ganz übereinstimmen. Und mögen endlich diese zwei Recensionen Abschriften derselben Recension gewesen sein. — Doch ist jedenfalls hierin den Eingangs gedachten Gelehrten Leizutreten, daß die Ueberschrift *jrw 'n aus dem das sich auch über dieser Recension befand, irrthümlich geflossen sei. Beide Recensionen hatten zum Titel (‘■«äiSW bwn.), und zwar um so eher, als man früher gar nicht ahnte, daß verschiedene Recensionen vorliegend): woraus sich auch sehr leicht die Anführung bei früheren Autoren aus dem, was sich heute Lei Jonathan und nicht bei Jeruschalim (vgl. Zunz das.) findet, erklärt. Welche Stellung Jeruschalmi zu den anderen Targumim einnehme, sowie über seine Zeit und die des Jonathan hierüber wird der zweite Theil der Studien zur Septuaginta das Nähere bringen*). Fr cinkel. 1) Ueber awn an einem andern Orte. Hier nur die Bemerkung, daß es bei den spateren Targumim die Bedeutung „er selbst" „sich" („Wesen") angenommen zu haben scheint. Vergl. Targum Ruth 3, 8. *p Vörobö /‘di •pm N-NAIQ *pn jssno psan 2) Daß es den früheren Autoren überhaupt wenig um eine Kritik zu thun gewesen (und sie mit wenig kritischem Blicke auf derartige Werke eingingen), dürfte Aruch beweisen, der Targum zu Mischle citirt, ohne je die ungemeine Divergenz vom Urtert zu erwähnen. *) Wir bitten unsere geehrten Herren Mitarbeiter um Nachsicht, wenn durch den beschränkten Raum mancher Aufsatz etwas später erscheint. "Dieses auch hinsichtlich der zur Besprechung an die Redaction eingesandten Werke: und wird das folgende Heft die Anzeige mehrerer Schriften dringen. Druck der Teubner'schen Ofsicin in Dresden.