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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1846-03-01 · 3 (März 1846) · p. Seite 113

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1846)
Issue
3 (März 1846)
Date
1846-03-01
Page
Seite 113 (sequence 35)
Language
German
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Zur Wissenschaft des Judenchmns. 113 32, 6. 15. — 33, 13. 20. — 37, 3. 7. 36. — 38, 5. 19. — 41, 2. 43. — 43, 29. 30. — 44, L. 12. — 45, 26. — 48, 14. — 50, 25. — Ein derartiges Verhaltuiß zeigt sich auch in Exodus und in den anderen Büchern, wenn auch etwas sparsamer, und scheint denn doch hier etwas mehr als Jrrthurn oder Zufälligkeit zu Grunde gelegen zu haben. Es wird nun vor Allem darauf ankommen, ob aus diesen Varianten selbst auf ein charakteristisches Zeichen des Targ. Jerusch, zu schließen sei, und ob der Variantensammler auf dieses habe hinzeigen wollen? Diese Fragen sind bei genauer Vergleichung dieser, beiden Targumim zu bejahen. Folgende charakteristische Zeichen stellen sich beim - Gegeneinanderhaltes der Targ. Jonath. und Targ. Jerusch, heraus. - A. Jonathan kennt schon die spätere Angelologie, Targ. Jerusch, h a t si e n L ch t. Deuteron. 34,6. laßt Jonath. nicht nur die bekannten sondern auch anasn tewiatt V&ewn ynaan das Todtenlager Mofis umstehen. Jerusch. übersetzt einfach den Vers, ohne irgend eine Zuthat. Vgl. auch V. 5. das. — Noch bedeutsamer tritt dieses Genesis 4, 24. hervor: wo für im* txph Jonath. KSTp-fc tma an'-i anso mem «ipi ** n^p -vertan. Jerusch, ganz einfach: vnrü .<r üip *ja wä 1) Ohne hier über das pnnn^a weitläufig zu sein, nur folgende Notiz über dessen Etymologie. Daß es, wie Luzzato meint, bedeute jisTCL&Qovtog, nach Andern (isTa^soqcov ist nicht nur wegen des » auffallend (O ist allgemeinen, vgl. auch unsere Vorstudien zu der Septuaginta S. 112), sondern ist auch ganz gegen die Weise, wie griechische und lateinische Wörter sich bei den Juden einbürgerten. Es treten hier oft Wörter in anderer Bedeutung auf, als sie bei den classischen Schriftstellern haben und ist dieses eine in der Vulgärsprache — besonders der jüdischen — gar nicht ungewöhnliche Erscheinung. Wenn also z. B. ->220 Senator für den „Aufseher über die Grenzen, Wächter ff." (vgl. Gab« Batra 68.) gebraucht wurde, obschon es im Lateinischen eine andere Bedeutung hat u. dgl. m., so liegt hierin nichts Befremdendes. Daß man aber ne ne griechische Kunstwörter gebildet habe, ist um so weniger anzunehmen, als die Juden nicht gelehrte Griechen waren. Wie unwahrscheinlich, daß sie erst fisza und ftgovog zusammengesetzt (die griechische Sprache kennt nicht das (iszcc&qöviqs) und ihm die ungewöhnliche Bedeutung gegeben haben werden, „der hinter dem Throne stehet"! Und warum würden sie griechische Ausdrücke geschaffen haben und nicht lieber einen entsprechenden hebr. oder aram. Terminus? Hierzu kommt noch, daß dieses ■j'TOD^a erst im babyl. Talmud erscheint, und die Babylonier waren doch wohl nicht griechische Etymologen und Schöpfer neuer griechischer Wörter? Annehmbarer scheint daher die von Burtorf gegebene Bedeutung metator, „Abgrenzer, Quart!ermeister", als welches es auch Bereschit Rabba 5. vorkommt, und das dann die Bedeutung „der dem Herrscher unmittelbar vorausgehet, ihm zunächst Stehende" bei den Juden erhalten hatte. (Von der Bedeutung (ibtctTCQQiov vgl. Suicer Thesaurus ecclesiasticus, sehen wir hier aus obigen Gründen ab; halten aber doch den Engelnamen p->22^a ganz für anderes als metator, worüber die Recension zu „Grätz, Gnosticismus und Judenthum" bald das Nähere bringen wird.) Wir bemerken noch zu unserm Tert, daß Jonath. ferner vom Jerusch, hierin divergirt, daß ersterer &6nna &a&&a fennt, vgl. Erov. 12, 42., auch 4, 24. 25. Jerusch, aber und &&nn nie zusammen in Verbindung bringt. Vgl. a. cu O. . Ueberhaupt hat Jerusch, nichts mit Engelnamen zu thun. Vgl. Deuteron. 32, 9.— Durch eine Festsetzung der Zeit des Jonathan dürste auch mancher Ausschluß über den So har werden. Frankel, Zeitschrift III. 9

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