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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1846-03-01 · 3 (März 1846) · p. Seite 111

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1846)
Issue
3 (März 1846)
Date
1846-03-01
Page
Seite 111 (sequence 33)
Language
German
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Zur Wissenschaft des Judentums.. 111 traditionelles Targum schon den griechischen Uebersetzern des Pentateuchs zum Anhalte gedient und welche Übereinstimmung sich zwischen ihnen und unserm Onkelos finde. Da dieser Vortrag Ln den „Verhandlungen der ersten Versammlung deutscher und ausländischer Orientalisten" abgedruckt ist, so soll hier nicht die griechische UeLersetzung, sondern Einiges, was dort über Targum nicht berührt wurde, weiter besprochen werden. Doch mag um den richtigen Gesichtspunkt für diesen Aufsatz zu erfassen, der Eingang des gedachten Vortrages uns hier vorangehen. „Um uns die Ueberficht zu erleichtern", heißt es dort, „wollen wir die Verfionen des. A. T. nach ihren Gruppirungen vertheilen und um die ursprünglichen (frühen) Uebersetzungen jene, die fich an fie hielten oder ihnen ganz folgten, reihen. Hier hatten wir als Urquellen zu bezeichnen: die Septuaginta und das unter dem Namen Onkelos bekannte Targum. Von der Septuaginta gehen aus: die arabische, syrische und coptische Uebersetzung (die beiden ersteren zu den nichtpetateuchischen Büchern), dann to Za- [iccq sizinov (mit natürlicher Anlehnung an den samaritanischen Pentateuch), endlich die Jtala; an Onkelos schließen fich eng an: der sogenannte Jonathan zum Pentateuch, das Targum Jeruschalmi, endlich die samarit. chaldaische Version (ebenfalls mit Beziehung zum samarit. Pentateuch). Man wollte zwar in neuerer Zeit letzterem ein hohes Alter vindiciren und fie vielleicht noch über Onkelos hinaufsetzen; daß aber die samarit. chaldaische Verston ein spates Entstehen habe und aus der nachmahomedanischen Epoche und der Ausbreitung der Araberherrschast herstammt, beweisen die vielen Arabismen, die ein Hauptelement dieser Uebersetzung ausmachen. Vor der Ausbreitung der Araber tauchen arabische Ausdrücke bei chald. und palastinens. Autoren selten auf; Targumim,'Midraschim und Talmud kennen fie nicht; und nur ein midraschischer Autor (R. Lewi) erklärt Manches nach dem Arabischen und fügt gewöhnlich hinzu: ‘prms fcWtfS ptt) („denn auf arabisch nennt man u. s. w,"), welches ebenfalls darauf hinweiset, daß die Zeitgenossen des Arabischen unkundig waren; für den babyl. Talmud zeigt fich dieses noch deutlicher Rosch Haschana f. 25. Wo also arabische Ausdrücke fich Haufen und der Autor in ihnen sein Lebenselement, das Organ, dessen er fich als Stütze und Aushülfe bedient, findet, da liegt hierin zugleich das Kriterium für die spate Abstammung, und so dürfte auch über die samarit. chald. Version in dieser Hinficht kein Zweifel obwalten. — Ein eigener Platz wäre ferner anzuweisen: der arabischen Uebersetzung des Saadia, der lateinischen des Hieronymus nebst der ihr verwandten Vulgata, ferner der P e sch i to. Erstere halt fich an das Original, welchem fich auch Hieronymus zu nähern sucht, ohne sich jedoch von dem Einflüsse der Septuaginta ganz emancipiren zu können; die Peschito endlich stehet in der Mitte zwischen der Septuaginta und Onkelos, lehnt fich an jene an und stützt fich auf diesen. Zu dieser Claffe Ware auch noch zu rechnen die samarit. arabische Ubers, des Abusaida. Doch fehlt noch ein Glied in der Kette, da das Targum des Onkelos fich nur auf den Pentateuch erstreckt, wir also den nichtpentateuchischen Targumim noch keinen Platz angewiesen hatten. Es dürfte daher die Eintheilung in aramaische — sowohl oft- (babylonische) als west- (Palast.) aramaische — und in nich tara maisch e Uebersetzungen stricter sein; die aramäischen Vertenten haben nach dem Original mit mehrer oder minderer Treue gearbeitet, dieses war jedem Uebersetzer bekannt und er versetzte es mit größeren oder kleineren Be-

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