Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1846)
- Issue
- 3 (März 1846)
- Date
- 1846-03-01
- Page
- Seite 103 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Rabbiner-Versammlung, wie sie sein sollte >c. 103 die alten Institutionen nicht mehr ausreichen, so soll sie neue, die dem Geiste des Judenthums entsprechen, schaffen. Sie mag das Juden-- thum auch praktisch für das Leben umschaffen, führe es auf seine ursprüngliche Reinheit der Idee zurück, gebe ihm eine solche Handhabung, daß der Geist, ganz wie er sich im faktischen Judeythume bis jetzt kund gegeben, auch in den neuen Verhältnissen sich bewähren kann„ daß sich der Glaube auch zur Weltreligion erhebe, und nicht durch das Abschließen, sondern durch seine Kraft sich behaupte. Sie ergreife geeignete Maßregeln, um wieder das Haus für's Judenthum zu gewinnen, daß dieses den Charakter der Religion, an sich trage und von dem Geiste unseres Glaubens beherrscht werde. Das Familienleben wie das Leben des Einzelnen soll von dem Glauben durchdrungen sein; und hier ist oft weiter nichts nöthig, als so viele herrliche Institutionen mit dem Hauche des Mundes neu zu beleben und mit dem Lichte der Wahrheit zu beleuchten. Die alten Lehrer haben es ausgesprochen, aber ihre Worte wurde nicht beachtet, die jüngern Brüder werden es aussprechen, und man wird ihre Worte mit Begeisterung aufnehmen, wiederholen wir. Warum ewig und ewig das Judenthum begeifern, das so Treffliches lehrt? Zeiget der Welt die Erhabenheit seiner Lehren, und ihr habt sie für dasselbe gewonnen. Tagesbegebenheiten. Der „Aufruf a» die Gemeinden Israels" (l. Heft d. Jahrg. d. Zeitschrift Orient Nr. l) zur Abhülfe für die Leiden der russischen Juden ist nicht ohne Erfolg geblieben, und hat er nach uns zugekommenen Nachrichten in mehreren Gemeiden den Willen, für die Ehre des Glaubens sowohl als zur Milderung jenes Elendes etwas in's Werk zu setzen, hervorgerufen. Auch hier sind es wieder wie gewöhnlich kleinere Gemeinden, die zuerst das Zeichen eines wahrhaft religiösen Lebens und aufrichtiger Theilnahme kundgaben; bei den größeren bedarf es zumeist erst eines stärkeren Impulses, »kranlaßt die Verschiedenheit der Elemente Verschiedenheit der Ansicht, ist der Einstuß des Vorstandes gewöhnlich zu schwach: und muß die Sonne erst durch einen zehn-und zwanzigjährigen Rester brechen, ehe der Zündstoff fängt. Wir freuen uns hier von einer kleinen Gemeinde berichten zu können, in der sich vor mehreren Wochen ein Comite constituirt, und die nach der geringen Anzahl der zahlungsfähigen Familien (sie zählt deren blos zwölf) Dankenswerthes geleistet hat. — In Hannöver. Münden haben Herr Fabrikant S. Rosenihal und Herr Prediger und Lehrer S. Mauer (Verfasser mehrerer Jugendschriste») sich an die Spitze gestellt, und einen kräftigen Aufruf an ihre Gemeiikde so wie an die Gemeinden der