Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1846)
- Issue
- 3 (März 1846)
- Date
- 1846-03-01
- Page
- Seite 97 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Construction der jüdffche» Geschichte. M Dranges im Judenthum hingegen, wo die Erlebnisse der Geschichte Gott zugeschrieben werden, und nicht der Held oder die Thai, sondern der errettende Gott das Object der Begeisterung bildet, ist eben der lyrische Erguß, der lobsingende Psalm- Auch der philosophische Geist erzeugte eine Dichtungsgattung im Judenthume, die Reflerion des M a sch a l, das mit den ersten Versuchen der griechischen Philosophie Analogie hat, die sich bekanntlich ebenfalls in poetischer Gewandung, in apophthegmatischer Form ausprägte. Aber die griechische Philosophie in ihren Anfängen hat zu ihrem Objecte das Verhalten der natürlichen Welt zu ihrem Urgründe, das Maschal hingegen das Verhakten der sittlichen Welt zur göttlichen Willenöbestimmung. — Allein bei aller Fülle und Innigkeit der poetischen Productivität, die das Gottesbewußtsein hervortrieb, fehlte doch viel, daß das. Volksleben in der Salomonischen Zeit ein religiös-intensives wäre, es war vielfach zerstreut durch das Eindringen fremder Sitte und den dadurch erzeugten Hang nach Lurus. (Schluß folgt.) Die Rabbiner - Versammlung, wie sie sein sollte. Von vr. Hirschfeld, Rabbiner. (Schluß.) ’ Die Verhandlungen und die Tendenz. In der Aufgabe wie in der Gesinnung ist eigentlich schon das Wesen und der Beruf der Versammlung genau angegeben, und die Thätigkeit derselben schon skizzirt. Eine besondere Besprechung über die Tendenzen und die Verhandlungen selbst soll daher zu nichts weiter dienen, als eine kurze Wiederholung und Begründung des Gesagten, und eine Anwendung für das Einzelne zu geben. Die Versammlung muß sich vor Allem bewußt werden, zu welchem Ende sie zusammentritt, sie muß ihre Aufgabe, die bessere Gesinnung zu erwecken und zu beleben, ganz erkennen. Daher muß sie vor Allem, auf Motiv und Tendenz jeder an sie gerichteten Frage eingehen, genau erforschen, ob sie durch eine begründete religiöse Veranlassung hervorgerufen wurde, und ob sie dararif hinzielt, das Gewissen zu beruhigen und das Religiöse zu fördern. Daher dürfen nicht Fragen die Versammlung beschäftigen, die darauf Hinzielen, gewisse religiöse Sünden durch die Versammlung zu beschönigen. Es wird nämlich mitunterausgesprochen, daß sie stattgefunden Frankel, Zeitschrift III. ' tz