Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1846)
- Issue
- 2 (Februar 1846)
- Date
- 1846-02-01
- Page
- Seite 79 (sequence 41)
- Language
- German
- Belongs to
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Recenstonen. 79 den Namen „Patriarch" Lei; die morgenländischen (die Ln Babylon re. wohnenden) den Titel „Fürst dex Gefangenschaft" bei. Sollte das die Ueberfetznng sei« von Basnage 7, 309. „Gamaliel II. etait alors le Chef des Peres, ce que le Grecs a'ppellent Patriarche.“ Nein, bei Holberg lautet es: „Ein Patriarch ward auf solche Art das Haupt der abendländischen Juden, sowie ein Fürst des Gefängnisses das Haupt der morgenländischen" (2, 360.). — p. 197. wird R. Jehuda, der Verfasser der Mischna, am Todestage des R. Akiba geboren?). Einige Zeilendarauf heißt es: „Die Zeit seiner Geburt ist sehr unbestimmt und fällt höchst wahrscheinlich gegen das Ende des zweiten Jahrhunderts, aber nicht zur Zeit des Hadrian, wie manche glauben a)." Am Ende des zweiten Jahrhunderts, aber nicht zur Zeit des Hadrian!'. Hadrian starb 138 nach Ehr. und oben sagt er selbst, daß R. Jehuda an Akiba's Todestag geboren war. — p. 201. setzt er hinzu: „N. Akiba soll'die Mischnaordnungen verfaßt1 2 3) und sein berühmter Schüler R- Jehuda Hanaßi das Ganze vollendet haben. — p. 202. habe, ich schon bemerkt, daß es aus Jost abgeschrieben ist. Daß R. Jehuda aber sein Werk in 6 Ordnungen getheilt hat, beweist er durch „sein aramäisch - chaldaisch-deutsches Wörterbuch." ■— p. 207. sucht R. Jochanan den RabbiniSmuS zu heben. — p. 208. Diocletian lebt im vierten Jahrhundert. Er legt aber schon 305 sein Diadem nieder. An dem Fehler ist Zunz schuld (G. V. p. 53.), den er nicht verstanden. — p. 227. „rnmestar in Chalcis.“ Jnmestar ist ein Ort bei Chalcis in Cölesyrien. „Zwischen Chalcis und Antiochien", wie Jost hat 4, 228., den er nachlässig abschreibt.— p. 267. „Es folgte nun mit R.Meischka das Zeitalter der Geonim." Es ist bieg apü'WE ‘pn'S und selbst Holberg, den er doch bei der Notiz benutzt, hat „Chanan Meischa“ (2, 462 ). Weniger zu wissen als Holberg, dazu gehört eben die Unendlichkeit des Nichts; der Verfasser hat offenbar Meischka als Familienname angesehen. — p. 279. Das ganze zwölfte Capitel ist voller Unsinn. Mit einigem wollen wir aufwarteu. Er sagt, im 1.892 sei Saadia Gaon geboren worden (p. 275.). Deßwegen schreibt er aber doch Jost nach (6. 94.), daß er im 50. Lebensjahre um 934. gestorben ses. Jost schrieb vor Rapoport und konnte daher alles das noch nicht haben, was dieser erst später entwickelt hat. Herr Deffauer citirt „Rapoport, das Leben des Saadia Gaon" und schreibt Jost ab. „Seine vorzüglichsten Schriften waren: Der Stein der Weisen, das Sammelbuch, die hebräischen Buchstaben, Glaubenslehre, Schöpfungsbuch, hebräische Sprachlehre, - von der Erlösung Israels, Buch der reinen Sprache, arabische Uebersetzung der Bibel, Erklärung des hohen Lieds, des Hiob, des Daniel, ein hebräisches Gedicht, Schrift gegen die Karäer, Erklärung des Gebetbuches, über Ehegesetze, einige kabbalistische Schriften." Diese Worte, stehen, nun wörtlich bei Jost8, 95. Deffauer fährt dann fort: „Ersuchte mit philosophischer Gründlichkeit die damals eingeriffene falsche Meinung von der Seelenwanderung zu bekämpfen und behandelte in seinem Wrcatt die Glaubenslehre und Psychologie mit großer Gelehrsamkeit!!!" Dabei hat er vergessen, daß er oben schon „die Glaubenslehre" aus Jost entlehnt hat. Und dazu citirt man Rapoport! — p. 280. „ R. Scherira war sehr gelehrt, ein Feind 1) Es ist das wörtlich aus Holberg 2, p. 372. 2) Wahrscheinlich nach Basnage 8, p. 4., den er aber nicht verstanden. 3) Aus Zun; G. V. p. 216., den er so flüchtig gelesen, daß er die Worte „dessen Schüler (nämlich nicht Akiba's, sondern N. Jehuda's) die letzte Hand' an die Redaction des Werkes legten" auf solche Weise mißverstanden.