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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1846-02-01 · 2 (Februar 1846) · p. Seite 78

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1846)
Issue
2 (Februar 1846)
Date
1846-02-01
Page
Seite 78 (sequence 40)
Language
German
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78 Necensionen. aus 8, 420. — p 242 Auszug aus Jost 5, 85. Selbst N. 20. das Bibelcitat 5. Mos. 3£, 39. ist aus Jost 5, 87. N. 1. N. 2s. mit dem Text aus Jost 5, p. 148. — p. 243. N. 22. aus Basnage 8, 426. Um zu zeigen, welche große Ansprüche Herr Deffauer an die Gelehrsamkeit seiner Leser macht, schreibe ich da- Citat ab: „Gesta' vagoderti p. 580. Fredegani Chronicon Hist. Franc. Tom. I. p. 758." Wahrend es nämlich von Basnage unrecht ist, daß er das Citat nicht genauer macht, so. ist das bei Deffauer gewiß nicht zu rügen. Muß denn nicht jeder Leser wissen, daß die Gesta Dagoberti in Bouquet scriptores rer. Franc, t. II. p. 577 etc. stehen? Auf den 'Zweifel, daß Jemand auch DuChesne etc. etc. rer. Franc. 1.1. p. 572., gelesen, wo sie auch stehen, nimmt er natürlich nicht Rücksicht. Seine Leser müssen ja nicht mehr wissen wollen , als er weiß! — p. 244. N. 23. aus Jost 4, 128. — p. 245. N. 24. ans Basnage 8, 390.; N. 25. aus Basnage 6, 392. — p. 246. N. 26. aus Basnage 8, 394.; N. 27. aus Basnage 8, 395.; N. 33. aus Basnage 8, 398., ck. Jost 5, 129. R. 1. 2. Ich glaube, der Leser wird mit dem Gegebenen zufrieden und von der Treue des Herrn Dessauer in der Benutzung genannter Werke überzeugt sein. Indem ich jetzt einige Beispiele, für den andern Punkt notiren werde, wie der Verfasser seine Quellen zusammengeschrieben und welche Fehler er noch außer den von den ercerpirten Autoren entlehnten hat, so ist doch bei weitem durch das Alles nicht der Eindruck wiedergegeben, den dieses in seiner Art einzige Buch auf den armen Leser macht. Es liegt auf ihm ein dunkler, von keinem eigenen Gedanken, von keiner einzigen edlen Gefühlsäußerung erhellter Himmel; in dem ganzen Aörper ist kein verbindendes, belebendes Glied; selbst die Plagiate, die Fehler schlottern zwanglos und nur eben durch den Buchbinder geheftet an einander; die Geschichte droht in kleine Stückchen zu zerfallen, wenn man sie einen Augenblick durch die Perspective dieses abnormen Machwerkes betrachtet. Es sträubte fich die Wahrheit und die Wissenschaft gegen den Unwürdigen, der ihr Gewalt anthun wollte, sie flohen gegen Himmel und ein böser, dicker Klumpen falscher und unleserlicher Dinge ward ihm zum Stoff seines Bauwerkes. Mir fallt dabei unwillkürlich der von Apollodor erzählte Mythus ein, wie Vulcan die Minerva bezwingen wollte, sie sich ihm durch einen unsanften Ruck entzog und der Angewandte Schmid aus dem Staub ein Kind zeugte. Staub genug wenigstens ist den Leuten in die Augen gestreut, nachdem die Wissenschaft diesen' unedlen Bewerber verlassen. Diesen allgemeinen Dunstather, wie er den Leser des Buches beinahe durch Ekel erstickt, kann ich weder, noch mag ich hier darstellen. - Die Zeit, die ich an seiner Lectüre und Kritik verschwendet, ist für mich eine beinahe verlorene; die traurige Erfahrung, die ich nicht geahnt habe, daß Jemand solche Arbeit dem Publicum auforingen könne, ist der alleinige Gewinn; mag sie wenigstens allen denen, die sie lesen, zum Zeugniß dienen, daß nicht Schadenfreude, nicht modern-journalistische Polemik meinem Tadel zur Unterlage gedient habe; es thut mir leid, daß ich meine Arbeit dazu gebrauchen muß, um den Namen eines ungekannten und wahrscheinlich nicht eben von Glücksgütern sehr überhäuften Mannes vor der Oeffentlichkeit des jüdischen Publicums zu brandmarken. P. 167. sagt der Verfasser: „Die abendländischen Juden (so nannte man die der römischen Herrschaft unterworfenen) legten dem Oberhaupt der Schule

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