Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1846)
- Issue
- 2 (Februar 1846)
- Date
- 1846-02-01
- Page
- Seite 65 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Rat biner-Versanimlung,wie sie sei» sollte ,c. 85 ses Streben so vielmals möglich zu verwirklichen, muß die erste , Bedingung sein. Die religiöse Gesinnung, die sich in den Geist dieser Richtung versenkt, ist das leitende Prineip; sie nimmt dEHistorische auf und schafft ein neues, das aber geistig mit dem Bestehenden verwandt ist. Natürlich kommt es bis jetzt noch gar nicht auf dMViel oder Wenig der Formen, oder auf die Form selbst, die sich gestaltet, an; das hängt von dem Geiste'und der Eipsicht, von der Erkenntniß seines Selbst in wahrer Beurtheilung ab. Der Geist der Zeit soll dabei dte gemessene und zusagende Form schaffen, die diese Religionsansichten realifirt. , Der diese Regeneration erstrebt, hak sich in den Geist des positiv bestehenden Glaubens zu versenken, und seinen geistigen Inhalt mit' wahrer Erwägung aller derjenigen Interessen, die sich hier ergeben, weiter fortzubilden. Es ist eine Gesinnung der Liebe und der Begeisterung für das Bestehende, die die Gemüther durchdringen muß. Die Anhänglichkeit an den Geist sei vorherrschend, und nur, um diesen sich selbst getreu zu bewahren, nur in diesem Sinne können die Verhandlungen gepflogen werden. Es muß anerkannt sein, daß religiöse Gebrauche und Pflichten mit zu dem Wesen des Judenthums gehören, und seine Eristenz begründen, daß sie das religiöse Leben fördern, wecken und tragen, und daher eingehalten undbeobachtetwerden müssen; dagegen aber zugesta.nden sein, daß sie nicht an sich ein Gottesdienst seien, sondern daß sie vielmehr als der Ausdruck einer GotteSgestynung und als die; Verkörperung einer höhern Idee zu betrachten sind; sie find ihrem Geiste nach nothwendig, der bestimmten ausgeprägten Form nur insoweit heilig, als der bestimmte Geist des Judenthums-in ihnen historisch zum Bewußtsein gekommen und sich ausgeprägt hat- Es darf wohl nicht erst bemerkt werden, daß die Gesinnung auch in ihrer Erscheinung ernst und heilig sein müsse. Auch wir wollen die Ansprüche her Zeit nicht unbefriedigt zurückweisen;; aber wir halten nicht dafür, daß sie von dem Leichtsinne und der Frivolität auSgehe» sollen, daß man die Waffen des Witzes.und der Jroniebrauchen dürfe, um die Richtigkeit der Ansprüche darzuthun. Es ist unwürdig/ sich in die Richtung dieser seichten Ausklärung hineinzuleben und es Ernst mit diesem wüsten Spottüber das Heilige , zy nehmen. - Auch wir achten die Ansprüche der Zeit. Sie fordert mit lauter Stimme, das bestimmte, das. geistige Judenthum, wie es dunkel und unbewußt in der Seele der Gläubigen ruht, wie es seine Denker mit heiliger Begeisterung «füllt und sich ihnen in schönem.Achtglanze zeigt/ soll qus seiner beengten corporativen Sphäre hinaustreten, undstch eine weite Welt suchen; soll dereinst Gemeingut Aller werden. Wie es das Individuum beseligte und durchdrang und befähigte, die Gottesidee zu verwirklichen, als die