Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1846)
- Issue
- 2 (Februar 1846)
- Date
- 1846-02-01
- Page
- Seite 62 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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62 Dl» MbM^VerftnuMtWMr sM f»Ate «. vorhmWdch sein; wsilssMst die BmlthMgenHeiw Ziel habra köMen, snddie Versammlung-in Wh auflöse« müßte. - Zwar wird kaum darüber eine Gnigung zu Staude kommen; Was Antorität und maßgebend bei der Versammlung sein soll, welche Gesetze und welche Norm anzuerkennen sind. Hat auch das Zudenthum seine bestimmten Gesetze und seine Codices, nach-welchen! verfahren werden Müßte, wenn der historische Bestand allein im Auge behalten wechen sollte, so wollen wir uasdoch nicht in Utopien bewegen; die Gegenwart hat einen:Theil dieser Autorität«! aufgegeben, Und es wird von keiner Seite verlangt, ganz in der Theorie und in der Praxis unserer Vorgänger,- in ihrem Geiste zu handeln. Es greift dieses Verhältniß und dieser Thatbestand auch nicht das Wesentliche des Judenthums an. Die Form war nie eine Wesentlichkeit, die an sich ihren dogmatischen Werth und nothwendige Bedeutung hatte, sie war vielmehr Trägerin eines Ganzen, und jede einzelne religiöse Handlung gehört mit zu einer Totalität, ohne jedoch für-sich das Ganze zu gefährden. Hat nun aber die Gegenwart sich manchen Eingriff in die früher bestandenen Verhältnisse erlaubt, der nicht mehr zurückgenommen werden kann, so dürfte es schwer halten, eine Grenze zu ziehen und unter den Autoritäten und Vorschriften eine Auswahl zu treffen; sie kann jedenfalls nur-willkürlich sein, und auf keine feste Basis sich gründen. Was würde auch das Zurückgehen auf bestrmmte-Ausgangspunkte nützen, wenn auf der einen Seite, was fallen soll,! uoch mit helligen Gefühlen belebt wirdauf der andern die gestellte Grenze schon überschritten ist?! Die!Besprechung der Versammlung über> solche Gegenstände scheint uns ungerathen und überflüssig. Es wurde weiter nichts als Zerwürfnisse herbeiführen, und prineipiell uw aus theoretische Ansichten zurückkommen , die zu untersuchen nur die Studierstube geeignet scheint ' . ’ Hingegen thpt esnoth, sich über die Gesinnung vorweg zu verständigen. -Die Versammlung soll offenbar das Bestreben haben, - die religiösen.Interessen des Judenthums zu bewahren und zu fördern. Zwar gibt es der Judenthümer jetzt sehr viele; und für ein bestimmtes Judenthum etwa durch eine Majorität sich erklären, und innerhalb dieses verschiedene Aufgaben zu lösell versuchen würde ungerechterweise di« der andevn Meinung ausschließen und (m Schisma herbeiführeu. - Es wäreebenso unweise und unwahr anzunehmen, das Judenthum sei nichM als das geistlose Ausüben einer Waffe heiliger Verordnungen,'als zu! behaupt«;, es sei michts, als ein -schaler Deismus. M« in die WfferenM derWenge der in der« Mitte ili^eOe«: Ansichten läßt sich jedoch ein Zusammenhang bringen;-eineinhMicher Geist durchdxingt zustzmmt, Md^sieschließMsich MMtderMichtiaus, wen«