Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1846)
- Issue
- 2 (Februar 1846)
- Date
- 1846-02-01
- Page
- Seite 58 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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08 Die. HMLMr-WexsamPUng,.Mie .fie reeMeMcks-ÄMchDMrchWNch;WH«sUW)Wkchk»^m-'^Witzch»fS' chenen Lehren und^ Anrath ungen Eülgqyg verschaffelt, - Die Wittel der VersammluWliegMalso Nicht Mihren äu^renMerhaltnissefl- ■; fenkts iw dem Innern ihres Geistes; ft« erzwingt nicht durch Gewaltmaßregel», sondern bestimmt durch den freien Geist e eine Gewalt, die allein eine Rabbiner - Versammlung befähigt, die ihr gestellte Aufgabe zu lösen. , - Die Statute« der Versammlung.; Wir gehen ny« an die Zusammenkunft der Rabbiner-Versammlung und ihre Statuten. Muß das Ziel einer Rabbiner-Versammlung dahin gehen, etwas zu wirken und kann sie nur durch die wohlerworbene Achtung ihrer Mitglieder und die Gediegenheit und Gründlichkeit der Verhandlungen dahin gelangen, so bildet die Constitmrung der Versammlung Jncidenzpvnkt und Schwergewicht. Den Zutritt »on der Stellung und dem Amte abhängig zu machen, und nur Rabbiner und Prediger als Mitglieder aufzunehmen, s. g. Laien aber auszuschließen, ist ein Mißgriff, dessen Folgen sich bald fühlbar machen, sowie er dem Geiste des Judenthums, das eine derartige Bevorrechtung nicht kennt, ganz widerspricht. v - Die Anerkennung und die Achtung des Einzelnen hängt überhaupt nicht von der Stellung ab, die er einnimmt, denn sie ist Schicksals- ,und Glückssache, wie der weise König sagt: Koheleth 9, 11>; sie hängt selbst von der Wissenschaft und der Weisheit allein nicht ab; es muß hinzutreten ein gestnnungsvyller Charakter. Abgesehen aber auch von der Persönlichkeit, wird doch auch Riemand, der sich eine Entscheidung in religiösen Observanzen-nach Angabe rabbinischer Autorität einholen will, einen des Rituals Kundigen, der aber dasselbe nicht in seiner Heiligkeit anerkannt, geflissentlich befragen. Man traut ihm vielleicht die richtige Entscheidung in wissenschaftlicher, aber nicht in religiöser Beziehung zu. Andererseits wird wieder Jener, der einzelne Gebräuche unbeachtet läßt, doch aber das Geistige im Judenthume sich aneignen möchte und in seinem Gewissen sich erleichtert wissen will, nicht bei einem streng orthodoxen Rabbinen anfragen, und sei dieser auch noch so sehr gebildet. Es gibt zwar einige wenige Männer in Israel,. die mit doppeltem Vertrauen beehrt sind; aber die meisten Vertreter der religiösen Interessen tragen eine Farbe, oder sind mit einer Farbe bezeichnet worden. ,; , / - Es müßten demnach bei den verschiedenen Fragen - und Vornahmen sich Männer verschiedener Gesinnung betheilige», je nachdem, sie von ihrem Standpunkte aus über dieselben zu entscheiden und zu bestimmen