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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1846-02-01 · 2 (Februar 1846) · p. Seite 56

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1846)
Issue
2 (Februar 1846)
Date
1846-02-01
Page
Seite 56 (sequence 18)
Language
German
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58 DLe KOWek-Versarmnlung, wiefie stin sollte re. Sie Aalibmer - Versammlung, wie sie sein sollte. - : >/ Von vr. Hirschfeld, /Rabbiner, ' * . . (Fortsetzung.); : Vor Allem darf aber bei Lösung der Aufgabe der Rabbiner-Versammlung es nicht aus.Täuschung abgesehen sein, etwa interimistisch eine dache zu belassen, oder in einer bestimmten Art etwas einzuführen, um dann zu einer andern Zeit an das eigentliche Ziel zu gelangen. Der Zweck heiligt nie das Mittel, und eine Zeit der Gottesverehrung darf nicht als Opfer einer andern fallen. Jede religiöse Meinung sei vollendet für ihre Zeit, und diene sie nie als Entwickelung einer später», die als Ideal gedacht wird; denn wir vermögen nicht immerzu beurtheilen, welche Art die höhere ist. Jede Zeit trägt , ein Göttliches in sich, und dieß muß. hervorgekehrt werden. Auch opfere man nicht die eine Überzeugung der andern; der Maßstab für den Werth verschiedener Mberzeugungen bildet nicht die sogenannte höhere und niedere Auffassung, sondern die Redlichkeit derselben, die charaktervolle Hingebung und Aufopferung für dieselbe; sie in Wahrheit beurtheilen, vermag UM ein höherer Geist; darum darf der Mensch sich nicht erkühnen, eine der andern zum Opfer zu bringem Die Rabbiner-Versammlung muß für jede gläubige Ueberzeugung Sorge tragen, daß sie nicht beengt und erschüttert werde, muß bemüht sein, die göttliche Hingebung wahrzunehmen, und. die wahrhaft religiösen Momente zu.überwachen. Sie. lege endlich auch nicht Hand an religiöse Institutionen, und mache sich zu keiner Polizeianstalt; es sollen in ihr nur die religiösen Interessen vorherrschend sein; Rücksichten anderer Art, zumal die nur auf das Aeußere berechnet sind, dürfen in ihr gar keine Rolle spielen, Sie strebe «ur den Ernst und die fromme Gesinnung zu fördern. Die Mittel und die Befugniß. Wir haben die nothwcndigen Veranlassungen zu einer Versammlung erkannt und ihre Aufgabe uns klar gemacht; wir betrachten nun, bevor wir zu ihr selbst kommen, noch die Mittel, die ihr zu Gebote stehen, ob sie auch hinreichen, die Aufgabe zu lösen. Hier stellt sich heraus/ daß den Rabbinern gar keine Macht, folglich auch keine Mittel geboten sind. Im Judenthume gibt es»keine Kirchen-Verfaffung, nach Welcher gewissen Männern die Befugniß'zustehet, nach Gutbefinden ayzuordnen oder zu bestimmen. Selbst-die Priester, die als ein zum

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