Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1846)
- Issue
- 2 (Februar 1846)
- Date
- 1846-02-01
- Page
- Seite 50 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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96 ämt Drschicht« jüdischer Zustände in der pyreNäkschen HMinftl-oe. MHu JÄchia h. Jaifchein Weiser, tapferer und reicher Manss aus den ersten Geschlechtern Juda's, „vielleicht aus dem königlischeu Geschlechts David's", habe um das Fahr 4756 (996) bei dem Könige von Portugal- Heinrich, in großer Gunst gestanden, von demselben drei Ortschaften »n nosf’nVsi rf«-in') geschenkt bekommen,- Und sei als Hausminister deffelbigen Königs 1040 gestorben. — Wo uns jede andere Nachricht verläßt, hat man sich nur über die Möglichkeit des Berichteten zu verständigen. Zunächst denkt man hier an Heinrich, Grafen von Portugal (erst sein Sohn nahm den Königstitel an), der um 1096 von seinem Schwiegervater, Alfons von Castilie», einen großen Theil des heutigen Portugal geschenkt bekam, und dasselbe fast unabhängig beherrschte. Daß Juden solche hohe Staatsämter bekleideten, ist gewiß nichts Seltenes (s. weiter unten), und daß es Gedalja mit 100 Jahren nicht genau nimmt, wird Niemand wundern, besonders wenn man sieht, daß er an einer andern Stelle (64b. ed. <l 53a. ed. Anist.) 4656 st. 4756 angibt. Was derselbe ferner von dem Wappen dieses seines Urahns erzählt, sei kundigen Heraldikern zum Bedenken empfohlen. —; Dieses dem Urahn, der also wohl bis 1140 gelebt, gewordenen Reichthums ging indeß unter dem Nachfolger Heinrich's, der Sohn dieses ersten Jachia, Jehuda I., verlustig, was — wenn die Zeitbestimmung richtig ist — vielleicht darin seine Erklärung findet, daß unter b. Jachja" gibt, welcher Meir ohne Zweifel der Bruder des Großvaters unser- Gedalja ist, bekannt als Grammatiker und Dichter, und gestorben zu Avilona ILM. Sein Vater ist demnach Josef IH-, der aber nach Schalschelet (49b ed. Amst.) erst 1538 starb, während er hier mit *>j bezeichnet wird. In dieser Ahnenreihe fehlt Josef I., der Enkel des Urahnen. Es scheinen aber auch noch andere Lucke» angenommen werde» zu muffen. Selbst wenn wir, wie oben im Tert ansgeführt worden, den Urahnen um ei» Jahrhundert herabrücken, so kan» doch dessen Urnrenkel, Josef II., nicht den Tod Salomo ,b. Aderet'- beklagt haben, und der Todros b. Jachja, welcher dem großen Disput mit Josua Lorki beiwohnte, selbst wenn man die Angabe des Schebet Jehuda (1353) festhält, nicht die sechste Generation seit Jachja b. Jalsch sein. Hierauf näher einzugehen, ist nicht diese- Ortes; bemerken wollen wir nur noch, daß die Angabe der Jahreszahlen bei de» ältere» Generationen, wonach jede Generation etwa 5v Jahre hält, sich sehr leicht als willkürlich verdächtigen läßt, wenn man dazu vergleicht, was Gedalja in der Vorrede sagt. Auch über das Verhältniß des Nebenzweiges der Jachja (dem unter ander» David b. Salomo (Wolf Nr. 522-, de Rosst S. 133.], dessen Sohn Jacob sTamj, . Verfasser der R-G- A. an ■'in», und der Letzteren Enkel, Jacob b. Gedalja, Herausgeber des ttviip um angehören) zu dem Hauptjwetge scheint Gedalja selbst nicht klar gewesen zu sein. 1) Bergs. Zunz, Zeitschrift für Wissenschaft des Judenthums. S. 165.; in der Vorrede z« Tora Or