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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1846-01-01 · 1 (Januar 1846) · p. Seite 35

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1846)
Issue
1 (Januar 1846)
Date
1846-01-01
Page
Seite 35 (sequence 34)
Language
German
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Allgemeine theologische Bibliographie. 35 liche und Verdienstliche dieser Erzählungen an, wünschen ihnen die möglichste Verbreitung, damit der Herr Verfasser zu deren Fortsetzung ermuthigt werde, und hoffen, daß er seinem lobenswerthen Streben durch das miscere dulce utili die Vollendung geben werde. Denn obschon wir, wie der Verfasser sagt, „nichts von Burgen, Raubrittern u. s. w-." zu erzählen haben, so kann doch auch das Einfache durch geschickte Anlegung und schöne Schilderung anziehend gemacht werden, wie es dem Verfasser in seiner ersten Erzählung zum Theil gelungen. 35. Necentionen. Geschichte der Israeliten mit besonderer Berücksichtigung der Cultnrgeschkchte derselben. Von Alexander dem Großen bis auf gegenwärtige Zeit. Nach den besten vorhandenen Quellen bearbeitet von Dr. Julius Heinrich Dessauer. Erlangen. Palm'sche Verlagshandlung. 1846. 8. Motto: Psalm 44, 18. .ymxi ■Fipw öüi -jwöw aVi isman trat ta Was Schelling im Jahre 1803 von der deutschen Geschichte gesagt hat, daß gerade die geistlosesten Köpfe an ihre Darstellung gehen, weil die Wissenschaft immer mehr Sache der Industrie wird (Methode des akadem. Studiums S. 218), das gilt leider noch viel mehr von der jüdischen Geschichtschreibung. Nirgends macht man die traurigere Erfahrung, wie wenig recht eigentlich gearbeitet und studirt wird , als auf diesem Felde der Wissenschaft; nirgends wich ausdauernder Fleiß und unbestechliche Ehrlichkeit nothwendiger. Aber die weiten Raume der Kenntnkß jüdischer Geschichten, die von Pol zu Pol reichen, mag man nicht am Stabe des eisernen Fleißes durchwandern; hinfliegen auf den Bahnen der Industrie und leben von dem, was die Vorfahren gut und schlecht gethan, und ausbeuteln die doch noch hier zugänglichen Verleger, das ist angenehm, nothwendig, wie man sagt, modern und philosophisch. Leider freilich muß man, um einzusehen, was Geschichte und Geschichtschreibung für die Wissenschaft und die Nationen bedeute, selbst etwas in das eigentliche Leben derselben eingedrungen sein; leider muß man, um die ungeheure Ausdehnung und Schwierigkeit der jüdischen Historie zu begreifen, selbst schon einmal in das Quellenelement der Studien herabgestiegen' sein; für diejenigen, die hier sich lehnen an die gemeine Anschauung von populärem, aus Becker's Weltgeschichte mühsam erworbenen Wissen und an die moderne epicuräische Bequemlichkeit, der das viele Sitzen zu ungesund ist, und die die Ansprüche des Lebens nicht umsonst gemacht lassen wollen, für diese freilich möchte das viel zu schwer sein. Aber, wenn es 3*

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