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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1846-01-01 · 1 (Januar 1846) · p. Seite 24

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1846)
Issue
1 (Januar 1846)
Date
1846-01-01
Page
Seite 24 (sequence 23)
Language
German
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24 Zur Geschichte jüdischer Zustände in der pyrenaischen Halbinsel re. Geschichte schmälern, so lange eine solche eben nur auf wissenschaftliche Erkenntniß, nicht aber auf unsere Gesinnung und Handlungsweise influirt. (Fortsetzung folgt.) Tagesbegebenheiten. Aufruf an die Gemeinden Israels. Die Lage der russischen Juden wird mit jedem Tage unerträglicher, jede neue Nachricht bringt die erschütterndste Kunde von der gegen sie ausgeübten Bedrückung. Ob-sie in einer religiösen oder politischen Maßregel ihren Grund habe, die Menschheit seufzt, wenn das Recht vieler Hunderttaüsende, wenn die Freiheit des Glaubens, wenn die-heiligsten und göttlichsten Gefühle in solcher Weise niedergedrückt und keine Mittel gescheuet werden, um die Confession systematisch zu vernichten, wenn rmter langsamen, grausamen Qualen das Schlachtopfer zu Tode gemartert, der Wehrlose entweder unter dem grenzenlosesten Elende das Leben aushaucht oder zu dem letzten Schritte der Verzweiflung getrieben wird. Wir lesen die Zeitungsnachrichten, sind gerührt und bedauern die Armen; ist hiermit genug gethan? Wir hören noch mehr als wir lesen, und sind betrübt, daß das 19. Jahrhundert solche Erlebnisse aufzuweisen hat; genügt, daß wir still seufzen und die trübe Aufregung bald wieder-zu dampfen suchen? Es ist ein Angriff auf den Glauben; er sott unterdrückt werden: und wem liegt da zuerst ein Hervortreten, eine kräftige Manifestation ob? Den Glaubensgenossen. Es ist eine Beeinträchtigung.des göttlichen Rechts im Menschen; es ertönt der Schwerzens- und Leidensruf an jedem Ohr, das Gehör für die Stimme des Leidens hat, an jedem Herzen, in welchem ein lebendiges Gefühl für den Unterdrückten schlägt, für Eltern, denen ihre Kinder entrissen werden, für Menschen, die das Gesetz dem Hungertode preisgibt. Liegt da nicht das Hervortreten Jedem, in dem menschliche Regung lebendig ist, ob? — Der Jude hat auf Erden keinen Schutzherrzr für seinen Glauben, keine Macht wahrt seine religiösen Interessen, kein politischer Einfluß beugt den mit Herrschaft und Kraft ausgerüsteten, ihm feindlichen Willen; nur Einer ist's, der oberste Schutzherr und Wächter, der nicht schläft und schlummert. Aber das Vertrauen auf ihn sott nicht in Unthatigkeit, sondern in dem eifrigen Muthe zum Unternehmen sich bewähren. Unsere Zeit ist so reich an Associationen, an Zusammentretungen für mitunter an sich scheinbar unausführbare Zwecke, die dann doch durch die Gesammtkraft zur Ausführung kommen. So ist es denn auch vor Allem für die Glaubensge-

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