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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1846-01-01 · 1 (Januar 1846) · p. Seite 17

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1846)
Issue
1 (Januar 1846)
Date
1846-01-01
Page
Seite 17 (sequence 16)
Language
German
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Zur Geschichte jüdischer Zustände in derpyrenäische» Halbinsel ,c. 17 Gotteserkenntniß zur Erscheinung bringt — können mit einander nicht in Zwiespalt kommen. Aus der Unklarheit, die, dem natürlichen Gang der Dinge gemäß, über diese Verhältnisse in Wechselwirkungen schwebte, und Feinde des Judenthums und Freunde der Wissenschaft unter einem Panier zu sehen veranlaßte, ringt sich die Gegenwart allgemach los, und Tagesbegebenheiten, an sich unerfreulich und aus Mißverständnissen und unlauterem Willen hxrvorgehend, dienen dem ruhigen Betrachter selbst dazu, jener Unklarheit Herr zu werden, lichten den Nebel, der über den morgendlichen Fluren eines von so vielen neuen Elementen getränkten Bodens ruht. Bereits hat sich die jüdische Wissenschaft einen nicht sowohl breiten als höhern Unterbau geschaffen, kämpft sich trotz vieler äußern Unbilden zur Anerkennung durch, und was soeben für unvereinbar und unversöhnlich gehalten war, durchdringt sich zu inniger, gegenseitiger Erstarkung. Von selbst scheidet sich, was für Wissenschaft und was gegen Judenthum gekämpft. Ohne Scheu bekennt sich die Unwissenheit vom Judenthum als solche — oft freilich ein überflüssiges Geständniß —, nimmt aber dessenungeachtet oder vielleicht gerade deßwegen das Recht zu einer eigenmächtigen Gestaltung des Judenthums in Anspruch; ohne Scheu werden Persönlichkeiten, denen man früher nur mit Hochachtung, ja Ehrfurcht nahte, sobald sie sich dem beliebten Treiben abhold zeigen, mit Koth beworfen, der freilich'nur an dem Werfenden selbst hängen bleibt; ohne Bedauern und Bedenken verläßt man das Feld der Wissenschaft, von dem man während einer kurzen Täuschung die Bestätigung selbsterfundener, zu Lieblingskindern gewordener Ansichten erwartete. Es ist ohne Zweifel, wenn auch nicht Jedem zusagend, doch behaglich, auch einmal sich als „Allmächtiger" zu geriren, und wenn auch nur auf dem Papiere „Zeiten und Bestimmungen zu wechseln, Könige abzusetzen und Könige einzusetzen", hier eine Hand voll Blätter aus dem Gesetzbuch zu reißen, dort ein neues einzulegen. Wie gesagt, der in unfern Tagen so ungescheut, ja lustig ausgesprochene Widerwille gegen Princip, gegen Wissenschaft, gegen naturgemäße Fortbildung, die Berücksichtigung dessen, „was dem praktischen Leben nothwendig sei" chund daß sich das in beliebter Weise ausspreche, dafür wird schon gesorgt) liefert, wenn es auch selbst unerquicklich und anwidernd ist, doch allein schon einen Beweis, daß Jndenthum und Wissenschaft in einer innigen freundlichen Beziehung stehen, wenn nicht diese Ueberzeugung schon von anderer Seite her befestigt wäre. Indem wir daran gehen, zu, einigen Partien der jüdischen Geschichte Beiträge zu liefern, halten wir es für eben so überflüssig als unangemessen, über den Nutzen, den das Studium dieser Geschichte habe, Tranke!, Zeitschrift III. ' 2

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