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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1845-12-01 · 12 (Dezember 1845) · p. Seite 450

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1845)
Issue
12 (Dezember 1845)
Date
1845-12-01
Page
Seite 450 (sequence 4)
Language
German
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450 Ueber die Glaubensspiubole der mosaischen Religion. einem bloßen Erholungstage für Menschen und Thiere zu machen, doch nur alK einen solchen zu betrachten, der dazu eingesetzt ist, damit der Mensch von dem irdischen Thun und Treiben sich zurückziehe, und der Veredlung seines Geistes und der Weihe des Gemüthes lebe. Bei einer solchen Ansicht drangt sich natürlich die Forderung auf, daß man ja den Sabbat verlegen sollte mtf einen andern Tag, indem der Zweck erfüllt werde, ob dieser oder jener Wochentag zum Ruhe- und Feiertage gemacht werde. Man halt dann denjenigen, welcher in der Verlegung der Feier eine Verletzung des Schriftgebotes siehet, das die Feier des siebenten und keines andern Tages weihet, für einen ängstlichen Buchstabenverehrcr, der auf den Geist der Gesetze nicht achtet; begreift selbst nicht, daß man in die Tiefe des Gesetzes mdft gedrungen. Auch dem müßten wir widersprechen, daß der Sabbat auf die Erhaltung der Welt Hinweise, da doch diese, wie wir schon angedeutet, in der Schöpfung selbst liegt, auch in dem Begriffe des Sabbats dieser Moment der Erhaltung nicht besonders hervortritt *). Wir wiederholen es, das Schließen der Schöpfungsarbeit, die Ruhe ist der Lichtpunkt, in welchem sich die Wahrheit, daß Gott freier Schöpfer und Herr des Alles ist, am klarsten und kräftigsten offenbart. Durch die Sabbatfeier legen wir also das Zeugniß von unserem Glauben an Einen persönlichen Gott und freien Schöpfer der Welt ab, zu diesem Glauben wurde Israel von Gott erwählt. Es folgt somit klar'und deutlich aus der Sabbatsidee, daß die Ruhe das wichtigste Moment ist, wodurch wir den siebenten Tag feiern, so wie daß nu r am siebenten Tage die Ruhe des Israeliten diese hohe Bedeutung eines Bekenntnisses zu dem Glauben an Gott habe. Wir können unmöglich die reiche Menge von Belegstellen aus den Worten der ältesten Synagogenlehrer für unsere Auffassung der Sabbatsidee hier anführen. Wie durch das Streben, nur eine Sabbatfeier, aber keine Sabbatruhe beizubehalten, die ganze Weihe und Bestimmung des Sabbats verrückt werde, bedarf keiner Erinnerung, nachdem wir nachgewiesen haben, daß gerade die Ruhe den Mittelpunkt der Feier bildet. Indessen versteht es sich von selbst, daß diesem Ruhen von allem leiblichen Arbeiten die geistige Thätigkeit, das positive Element der Feier sich anreihet. Die Weihe und Heiligung *) Es liegt uns das Heft dieser Zeitschrift nicht vor, in welchem diese Meinung von der Hinweisung auf die Erhaltung der Welt ausgesprochen ist. Auch übersetzen wir nicht tei es vollendete, vervollkommnete, eine Ansicht, die im Midrasch angedeutet ist «Sattel mam Y&s 'msa nxa nsa «ata, sondern „Gott beschloß am siebenten Tage, wodurch das klusguamporkect. unnöthi'g wird, und diese Erklärung bestätigt ebenfalls schon der Midrasch: napn 'si "NNS ab sw wxia wn tea .ara is ntza itea ühw n->s«i eins ia össs 'si tost sw tma

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