Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 2 (1845)
- Issue
- 11 (November 1845)
- Date
- 1845-11-01
- Page
- Seite 434 (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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- Simlai 1× ep/1007159
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434 Zur Wissenschaft des Judenthums. Schrift spricht von uns (Christen), indem Gott.zum Sohne spricht, wir wollen nach unserem Ebenbilde schaffen." — Besonders merkwürdig sind die Worte Justins über diesen Punkt, weil sie beweisen, daß jüdische Eregeten sich bemüht haben, die Zweideutigkeit dieser Ausdrücke auf verschiedene Weise zu verwischen. Diese justinischen Angaben lassen sich durchweg mit talmudifchen Parallelstellen belegen. Indem Justin nämlich sich ereifert, seinen geduldigen jüdischen Zuhörern aus den schon eiterten pluralistischen Versen die ebenbürtige Göttlichkeit des Lehrers zu demonstriren, fahrt er fort*): „Aber verdreht nur nicht die oben genannten Verse und erklärt sie nur nicht, wie es eure Lehrer thun, entweder so, daß Gott zu sich selbst sprach: „wir wollen schaffen"' wie auch wir, wenn wir Etwas eifrig unternehmen, zu uns selbst zu sagen pflegen: „wir wollen machen", oder daß Gott zu den Elementen, d. i. zu Himmel und Erde und andern: Aehnlichen, aus welchem, wie wir wissen, der Mensch entstanden ist, gesprochen habe: „wir wollen den Menschen schaffen", oder endlich, daß Gott zu den Engeln sprach: „wir wollen .schaffen." Alle diese hier angeführten Ansichten, daß Gott entweder mit sich selbst oder mit Himmel und'Erde oder endlich mit den Engeln bei Erschaffung des Menschen zu Rache gegangen sei, finden sich in agadischen Quellen. Bereschit Rabba VIII. tarn swn -i ins tan«. TOM taihB» fiO^arr /tai — . “jiaa ttia- 'i — ^baa •patt tfTO rüxbas tox -ib h. Beiläufig. .n-wn ^vxbaa ^baa tmn nx x-üb xto i-ros xbx -p -rax xb ist hierbei noch der Umstand hervorzuheben, daß Justin diese Deutungsweise jüdischen Lehrern des zweiten Jahrhunderts zuschrieb—didaGxccXoi vjicbv— während wir sie in der citirten Midraschstelle erst von talmudischen Autoritäten des dritten Jahrhunderts ausgesprochen finden, ein beachtenswerthes Moment^den Gang der traditionellen Agada wissenschaftlich zu verfolgen. — Doch um wieder auf unser Thema zu-kommen, so ist das höhere Argument aus den justinischen und midraschischen Citaten zu ziehen, daß die christliche Apologetik ven Pluralis majestaticus im Pentateuch zum Behufs christologischer Dogmen benutzt hat und daß die jüdische Polemik in den ersten Jahrhunderten diese Verse auf ihre Weise gedeutet habe. ' Dieselbe Polemik gegen diese Art christologischer Interpretation findet sich auch in den Talmuden k-q-h —12^22 LNX N2SM: psa •jTOiiöh pa^an ‘npTO tipa ba aax pm-i 'a wn nx rwi 'n w — nbaia swa nan .v^bx (pwiab 38, vergl. hierzu r.'yna ^aberf» Ende und aa 8, wo dieselbe Ansicht dem R. Simlai, *) Kal otttog iirj dXXeccaovTEg TOvgitQoXeXsypevovg Xoyovg ixetva XsyrjxE, a ol ötducxaXoi vfiSv Xsyovöiv —■ rj oti ngog havxbv e'Xsytv 6 &sög „notijücDfiEv“ onolov jteil ijfislg fieXXovzsg ti izoiuv9 noXXaxtg ngog havxovg leyofisv noiijßoofiEv — jj oti Tcqog rä atoiyua, tovt savl rbv ovgavbv xxxl T7\v yrpj xai xd aXXa ofioicag, cov vovpsv xov avQ'qamov ysyovsvcu9 @s6v EtqrixEvcu Ttoujaoofisv — 7] oxi ayysXoig sXeysv 7ioiri6co(ibv“