Mannheim
Compact Memory

Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1845-11-01 · 11 (November 1845) · p. Seite 429

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1845)
Issue
11 (November 1845)
Date
1845-11-01
Page
Seite 429 (sequence 23)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2744856-2744869-2744881--0869-2745824
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Allgemeine theologische Bibliographie. . 429 der Verfasser schreibt Jost so blindlings nach, daß er bei der Erscheinung Jesu, wo Jost, mehr das christliche Publicunr »berücksichtigend, sich ganz Ln der Weise der christlichen rationalistischen Theologen äußert (Band II. S. 66—68), so daß man zweifeln könnte, ob der Geschichtschreiber Jude oder ein christlicher Lehrer sei; daß der Verfasser selbst da (S. 60) die Worte Jost^s nachzuschreiben nicht Anstand nimmt: „Eine dritte Partei endlich erklärte die „Nahe des von den Propheten verheißenen Gottesreiches. Ein Theudas, „ein- Simon erhoben sich, die sich selbst als Erlöser ausgaben; sie verschwan- „den aber wirkungslos. Dagegen soll nach der christlichen, von den Juden „aber durchweg bestrittenen Lehre der im Todesjahre des Herodes von der „Maria zu Nazareth geborene Jesus die wahrhafte Erlösung bewirkt haben." Eine sonderbare Objectivität in einem Leitfaden „für israelitische Schulen!" Sehr zu. bedauern ist ferner, daß der Verfasser nicht genügend nach Gründlichkeit strebte, und er S. 45 anführt: „Folge der Hohenpriester: Simon der Gerechte (der letzte der großen Synagoge), Eleasar rc." und S. 57 sagt: „Wir wissen nur^ daß der Hohepriester Simon der Gerechte (221 — 202) eines ihrer letzten Mitglieder war." Er verwirrt also.zwei Meinungen; nach der einen ist.nämlich der Äs yisteiö, und identisteirt den ersten mir dem zweiten Simon, zwischen welchen über 80 Jahre liegen. Trotz dieses Tadels, den wir nur ungern aussprechen — da den Vers, schon das Verdienst, zuerst ein billiges Handbuch für den so wichtigen Unterricht der jüdischen Jugend in dex Geschichte der Israeliten geliefert zu haben, eher zum Ansprüche auf Lob berechtigt — ist das Buch immer dankenswerth und sehr nützlich, wenn ein geschickter Unterricht ihm zur Seite geht; besonders da wir leider, außer diesem und Willstätters Buch, das aber als Schulbuch zu theuer, noch gänzlichen Mangel an einem dergleichen Hülss-- buche leiden, weßhalb auch die zweite Auflage dieses Buches nöthig wurde. 35. Zur NMentchatt des Iudenthums. Die Septuaginta im Talmud. Die bereits vielfach ventilirte Frage, wie sich der Talmud zur Septuaginta verhalte, und wie es mit den in talmudischen Quellen angegebenen Vafiuß auf die innere Entwickelung des Iudenthums nach der einen oder andern Seite hin hatten und Epoche bildend angeführt sein sollten, finden sich mit Notizen abgefertigt, wahrend die Eintheilung der Abschnitte lediglich äußerlich nach Ländern und Herrschern ist. ,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.