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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1845-11-01 · 11 (November 1845) · p. Seite 428

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1845)
Issue
11 (November 1845)
Date
1845-11-01
Page
Seite 428 (sequence 22)
Language
German
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428 - Tagesbegebenheitea- Die neue Leipzig-Berliner Synagoge hat an den literarisch gekannten und wohlverdienten Männern, den Herren M. Steinschneider und A. Jellinek, die sie zu Predigern während der Meßzeit erwählt, eine gute Acquisition gemacht und es sieht zu hoffen, daß diese Synagoge den Wunsch, daß eine größere wohlgeordnete Synagoge erbaut werde, noch mehr anregen und der Erfüllung nahe bringen werde. 35. Mgrmrine theologische Bibliographie. Leitfaden beim Unterricht in der' Geschichte der Israeliten nebst einem kurzen Abriß der Geographie Palästinas für israelitische Schulen von M. Elkan. Zweite Austage. Minden und Leipzig. Verlag von F. Eßmann. In diesem Buche, welches, nach , dem Vorworte, ohne Anspruch auf Originalität zu machen, sich nur als brauchbares Schulbuch bewahren will, liefert uns der Verfasser einen gedrängten Auszug aus Jost's „Geschichte der Israeliten" in 2 Bänden, indem er diesem nicht nur in Anordnung der Materien, wie es in dem Vorworte heißt, sondern auch fast überall, selbst im Ausdrucke bis auf die Wahl der Worte folgt, wovon man sich durch Vergleichung leicht überzeugen kann. Auch läge darin an sich kein Tadel, wenn nur der Verfasser nicht die verschiedenen Zwecke jenes Werkes „für Staatsmänner, Rechtsgelehrte" rc.und seines Auszuges „für israel. Schulen" außer Acht gelassen, und durch eine allzu sclavische Abhängigkeit seiner Arbeit großen Eintrag gethan hätte. Wir erwarteten in einem Leitfaden des israel. Geschichtsunterricht für israelitische Schulen, namentlich in soweit er'die nacherilische Zeitchetrifft, eine in allgemeinen Umrissen concis, aber klar und zusammenhängend gezeichnete, nach hervorragenden Persönlichkeiten und Epochen eingetheilte Entwickelung der Religion, Cultur und Literatur der Israeliten, in der die politischen Verhältnisse zwar gegeben, aber mehr untergeordnet, als Förderung oder Hemmnisse jener behandelt seien; wir erwarteten in dem Werke überhaupt eine Warme zu finden, an der sich die Jugend fü^Glauben und Glaubensgenossen begeistern könnte, eine durch geschickte Wahl und Behandlung des Stoffes gewonnene leichte Uebersicht, welche zur Klarheit bringt. Statt dessen bietet uns das Buch eine Masse des Stoffes, dem das innere Band mangelt, und Manches als Notizen angebracht, das als wichtiges Moment in den Tert hätte verarbeitet werden müssen *). Ja *) Männer, wie z. B. N. Jehuda Hanassi, Saadia, Maimonioes und dessen Gegner, R. Ascher u. v- A., die durch ihr Wirken einen entschiedenen Ein-

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