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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1845-10-01 · 10 (Oktober 1845) · p. Seite 401

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1845)
Issue
10 (Oktober 1845)
Date
1845-10-01
Page
Seite 401 (sequence 35)
Language
German
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Allgemeine theologische Bibliographie. 401 Das Werk ist, außer dem Vorworte und der Einleitung, in 4 Capitel eingetheilt, deren Inhalt folgender ist: N Nachdem der Verfasser im Vorworte einiges über die Influenz der allgemeinen Geistesrichtung des 19. Jahrhunderts auf das Judenthum gesprochen, und noch der zwei neulich in's Leben getretenen inhaltsschweren Ereignisse (des F. Reform - Vereins und der Rabbiner - Versammlung zu Braunschweig) gedachte, die er als Motive zur Veröffentlichung seiner Broschüre bezeichnet, geht er zur Einleitung über. In dieser theilt er die Streitigkeiten der jüdischen Gelehrten in drei Theile ein, in einen dogmatischen, rituellen und religions-philosophischen. Da aber die Dogmatik im Judenthume nach ihm etwas Unwesentliches und Fremdartiges ist *), und die rituelle Frage lediglich auf Autoritatskraft gestützt, einer allgemeinen principiellen Lösung auf rein wissenschaftlichem Wege aber unfähig sind, so ist nach diesen der dritte religions-philosophische Theil der in unserer Zeit allgemein wichtigste, weßhalb er, jene zwei Theile unberührt lassend, sich nur darauf beschrankt, die verschiedenen Religionsphilosophien des Judenthums nebst ihren neuen Gestaltungen im ersten Capitel darzustellen, im zweiten zu würdigen, und dann die Statuirung einer eigenen Ansicht über Tendenz, Wesen und Inhalt des Judenthums in den letzten zwei Kapiteln zu bewerkstelligen. Im ersten Capitel stellt der Verfasser nur drei Religionsshsteme im Judenthume heraus, „die in das Leben getreten und Parteien gebildet haben", welche er mit dem Namen Rationalisten, Theosophen und Religiösen bezeichnet, und mit einer ihm eigenen Präcision charakterisirt: Der Rationalismus erkennt keine andere Autorität an, als die der Vernunft, die er nur in der Philosophie manifestirt zu finden glaubt, und muß, um sich zum Judenthume *) So halt er die talmudische Deutung des mm 'fi W m (Tract. Sanh. 99 a.) für rein hagadisch, was aus Tractat Baba Batra 15a. jur Genüge erhellt. . Daß aber Maimonides jenen Ausspruch unter den Halachot aufzahlt (vergl. Hilch. Teschuba 3, 8), ist nicht so strict zu nehmen, wie bereits der Verfasser der nptn TOSE hierzu Folgendes bemerkt (wo er sbeilaufig gesagt) das rrü mit dem talmudischen p^n iV p» gleichdeutend zu nehmen scheint): m oboo Mni tan KN"! wo rro rvirfns *vm io nbncft&i ta^nn arao awa iä ‘pi 'm awatai antraöKi pinn ttS 'sn rma-D mm p?n *\b pa irins pnmtt nin-r übwb'i mb p^ö> nnam. So auch Maimonid. zu Sanh. (e^ 10. Mischna 5>, wo er selbst sich folgendermaßen ausdrückt: moo mxo waoa t^nomm pn '“»hm» npftiro bav nw öraasfi wot trra nnrxD mobm ptotb is p» mobo morn mm vwrw «b» mv$n, welches er auch in seinem Commentar zu Sota s. 22 und Schebuot (e. 1, 1) wiederholt, in welchem letzteren er noch hinzusügt: *pam Dian }« mm morn Äiffiö .triWnm *p tos» mum nnrri 30 Frankel, Zeitschrift II.

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