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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1845-10-01 · 10 (Oktober 1845) · p. Seite 400

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1845)
Issue
10 (Oktober 1845)
Date
1845-10-01
Page
Seite 400 (sequence 34)
Language
German
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400 Bericht über die badische Rabbinerversammlung h. bestens logirt und bewirthet. Auch der Stadtrabbiner Traub vereinigte einmal die ganze Versammlung zu einem sehr splendiden Mahle an feinem Tische, wo einige passende Toaste, auch geistige Würze hinznfügten *). Allgemeine theologische Bibliographie. Beitrag zur Würdigung der Wirren im Judenthume von I. M... s. Leipzig, C. L. Fritzsche. 1845. Es liegt uns eine 80 Seiten starke Broschüre zur Anzeige und Beurtheilung vor, die unter den literarischen Erscheinungen der neuern jüdischen Presse einen würdigen Platz einzunehmen beDtspruchen kann. Bevor wir aber unser Urtheil hierüber ausfprechen, wollen wir zuvörderst eine skizzirte Darstellung des Interessantesten und Originellsten dieser Schrift hier geben, um dem Leser einen allgemeinen Ueberblick über die wichtigsten Bestandtheile derselben zu verschaffen. '*) Ich habe obigem Bericht nur einige kurze Bemerkungen hinzugefügt und will dem Urtheile des Lesers nicht vorgreisen. Wir schließen hier nur noch Folgendes über an, da seit einiger Zeit mehrere Fragen an mich ergingen. Schon vor zwei Jahren wendete sich die Gemeinde zu Pr. Münden hinsichtlich des an mich, welches sie besonders aus dem Grunde abgeschafft wissen wollte, weil damals ein christlicher Judenfeind in Westphalen eine Schmähschrift verbreitete, in welcher er behauptete, daß die Juden sich am Versöhnungstage ihre Eide auflösen lassen. Ich erwiederte mit Hinweisung auf Nedarim 23b. und die Geonim bei R. Ascher, Ende Joma, daß vom theologischen Standpunkte aus hiergegen nichts eingewendet werden könne, und vom religiösen Standpunkte aus die Abschaffung sogar wünschenswertst scheint, da das Gemüth beim Eingänge des Versöhnungstages sich nach Erhebung und innigem Gebete sehnt, durch das ‘»-fta bs aber sich unbefriedigt und zurückgestoßen steht. Hingegen rieth ich gerade zu jener Zeit, wo diese Verlaumdung sich erhob, dringend von der Abschaffung ab, weil in solcher Epoche dieses ein Gestandniß ist, daß bisher in der That ein solcher empörender: Treubruch unter den Juden stattgefunden: welche Schmach wird also hierdurch auf die Vorfahren, welche Schmach wird auf die noch lebenden Mitbrüder gewalzt, die ^2 beibehalten! — Als im vorigen Jahre — wir gedenken dessen nur mit tiefem Schmerze — von einem judenfeindlichen Rabbiner diese Verlaumdung erhoben wurde, hielt ich ebenfalls ^dafür, daß ^2 nicht abgeschafft werden dürfe. — Die Verlaumdung ist, wie man hoffen darf, vollständig widerlegt: und halte ich dafür, daß, will man auch noch, d. h. um zu zeigen, wie wenig Werth man auf die Anklage lege, warten, man doch in Zukunft, wenn der Friede der Gemeinde hierdurch nicht gestört wird, das tve weglaffen kann und entweder mit '121 1)5-212) beginnen, oder, was noch zweckmäßiger, mit Ps. 103, der ganz für eine würdige Einleitung des Versöhnungstages geeignet ist. F.

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