Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 2 (1845)
- Issue
- 10 (Oktober 1845)
- Date
- 1845-10-01
- Page
- Seite 399 (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Bericht über die badische Rabbinerversammlmg re. 389 3) Auf B amberg er's Antrag wird eine Commission ernannt, um die Gränzen festzustellen, inwiefern der Grundsatz teal> Vc** na izi stis nan aa ■naa bei den Reformbeschlüssen der Rabbinerversammlung zu berücksichtigen sei? In der ernannten Commission sind: Bamberger, Fürst und Traub. Nach dem Anträge des Herrn Oberraths Epstein beschließt die Versammlung für folgende Punkte eine Commission von 5 Mitgliedern zu ernennen. 4) Inwiefern es dem jüdischen Ackermanne an Sabbat- und Feiertagen in besonders dringenden Fällen, wo Gefahr auf dem Verzug haftet, gestattet werden könnte, seine Felderzeugniffe durch Nichtisraeliten schneiden und einheimsen zu lassen. 5) Inwiefern das Baden anSabbat-und Feiertagen im Allgemeinen, und insbesondere bei einem, Henn auch nicht gefährlichen Kranken, dem die Badecur ärztlich verordnet ist, religionsgesetzlich gestattet werden könnte. 6) Inwiefern der Grundsatz paa mm iina n» •’aai bt« zu verwirklichen sei, und daher alle Verrichtungen der Beerdigung, auch unbeschränkte Leichenbegleitung durch Israeliten zu vollziehen sein dürften? IV. Angekündigte Motionen. Bei der nächsten badischen Rabbinerversammlung werden folgende Motionen eingebracht werden: 1) von Rosenfeld: eine Erklärung dahin zu veranlassen, daß der Ausdruck was in allen civilrechtlichen und moralischen Bestimmungen des Talmuds und Schulchan Aruch's sich nur auf Heiden beziehe; 2) von Reis: eine Erklärung dahin zu veranlassen, daß der israelitische Staatsdiener auch an Sabbat- und Feiertagen seine Dienstpflichten zu vollziehen schuldig sei; 3) von Fürst: über verbesserte Einrichtung der religionsgesetzlichen Frauenbäder; 4) von demselben über arina wfca; 5) von Traub: die Hülsenfrüchte an nvs zu gestatten; 6) von Lindemann: an demselben Feste auch die gewöhnlichen Oel, Zucker und Butter zu gestatten; 7) wird Lindemann die Abschaffung vom ‘'•na i>a motiviren und beantragen. Indem wir nun unfern Bericht schließen, können wir nicht umhin, die dankbare Bemerkung anzufügen, daß von Seiten mehrerer achtbarer Familien den anwesenden Rabbinern in Mannheim die.liberalste Gastfteundschaft zu Theil geworden ist; Alle waren in Privathäusern