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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1845-10-01 · 10 (Oktober 1845) · p. Seite 396

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1845)
Issue
10 (Oktober 1845)
Date
1845-10-01
Page
Seite 396 (sequence 30)
Language
German
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393 Bericht über die badische Rabbinerversammlung rc. gen mittheilen, mit welchen sich, nach angenommenen Redaktions-Verbesserungen, fast die ganze Versammlung einverstanden erklärt hat. ») Aus den Gebeten alle aus früheren Jahrhunderten der Verfolgung herrührenden Klagen und Aeußerungen, die in jetzigen Verhältnissen nicht mehr geeignet erscheinen, zu entfernen, beziehungsweise zu verbessern. b) Wegen derjenigen Stellen im Gebetbuche, in welchen die Messiasidee ausgedrückt ist, oder Israel als das Volk der Offenbarung gepriesen wird, soll in einer Bemerkung hervorgehoben werden, wie diese Ideen dem Bürgerstnne und der Vaterlandsliebe des Israeliten überall keinen Eintrag thue. e) Gebete, welche zu der Meinung Veranlassung geben könnten, daß vermittelnde Mächte anzurufen seien, wie liAsm irts cmm ma erarrn u. dgl. m. sind ganz zu beseitigen. d) Ausdrücke, welche zu unrichtigen Begriffen von den Zuständen im Jenseits führen könnten, ferner die allzudetaillirten Beschreibungen von der Beschaffenheit des göttlichen Thrones im Himmel, von dem Aussehen und den Verrichtungen der Engelschöre sind aus dem Gebetbuche zu entfernen. e) Die große Zahl von und wirrib, wodurch der Gottesdienst allzusehr verlängert und die Andacht gestört wird, ist zu vereinfachen, wobei jedoch diejenigen Stücke, welche das Charakteristische des Tages besprechen, besonders zu berücksichtigen sind. k) 1. Es sollen mehrere deutsche Originalgebete und Gesänge, vorzüglich aber die Recitation von Psalmen und einigen anderen schon bestehenden Gebetsformeln, wie den dazu sich eignenden kiutim, in deutscher Uebersetzung *) eingeführt werden. (Zusatz: Was von den ji-wsa herrührt, soll hebräisch bleiben.) k) 2. Fürst ist der Meinung, daß alle Gebete, welche bisher hebräisch gebetet worden, mit Ausnahme »oti ym,-pa» *1» ■na na ciis auch fernerhin in hebräischer Sprache zu beten seien. Es können deutsche Originalgcbete zwischen die hebräischen Gebete, wo npösn erlaubt, eingeführt werden. Anm. Auf Verlangen von Seiten des Hrn. Oberraths Epstein wird die Erläuterung beigefügt, daß unter letzterer Fassung nicht zu verstehen sein solle, als dürfte gar kein schon bestehendes hebräisches Gebet außer Brauch gesetzt werden. F ü rst giebt dieses zu, und hierauf wird bei der Abstimmung f. 1. verworfen und f. 2. angenommen. *) Mannheimer, Stein und Stern haben diele kiutim bereits musterhaft deutsch bearbeitet. Der Einseuder.

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