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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1845-09-01 · 9 (September 1845) · p. Seite 365

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1845)
Issue
9 (September 1845)
Date
1845-09-01
Page
Seite 365 (sequence 39)
Language
German
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Recenstonen. 365 tiwp -»2 iwra ms* vtoo man, d. i. deßwegen muß bei assertorischen Eiden die Formel -n man lan um to gebraucht werden, um jedem Betrug (der s. g. re8ervsti0 mental^) vorzubeugen. Es find dieses die Worte, die der Talmud (das. 29a.) bei dieser Gelegenheit ausspricht. Daß aber Moses die Worte Dpon.tw fcs gebraucht, das wird nun in dieser man — eben so wie der Talmud das. 29 zu diesen Worten Mofis bemerkt — dahin gerechtfertigt, in-rns'QiÄ rnsn rnn »Vi w ** (daher auch der Plural irrmansttÄ, weil es sich auf die Israeliten bei Moses bezieht, aber nicht auf den Schwörenden vor Gericht, wo, wie bekannt, immer die einfache Zahl gebraucht wird), und. gibt zu diesem Ausdrucke die Erklärung trraa> w ab N2pn. Dieses ist, wie Jeder, der nur einige Kenntniß des Talmuds besitzt, weißder wahre Sinn dieser.man, und spricht sie gerade das Gegentheil von dem aus, was Holdheim zur Schmach und Beschimpfung des ganzen Judenthums aus ihr „herauslesen" will. Sie zeigt, wie der Talmnd selbst, daß nur Moses, weil er durch den Eid erst Israel zur sicheren Erfüllung der Gesetze verpflichten wollte (also eine Promission), dieser ewig bindenden Formel bedurfte, daß sie aber bei anderen Eiden, die nicht promissorisch sind, nicht nothwendig sei; daher auch diese Admonitionsclausel weder im Talmud, noch in irgend einem jüdischen Gesetzbuche bei assertorischen Eiden vorgeschrieben ist *). — Hieraus kann nun auch geschlossen werden, wie es weiter mit den „merkwürdigen Dingen" stehet, die H. in dem Zusammenhänge gedachter Anmerkung gefunden zu haben vorgibt, und „die die Richtigkeit seiner Ansicht außer Zweifel setzt." H. beabsichtigt durch den Schleier, den er über diese man wirst die Neugierde des Lesers zu spannen, und in ihm wo möglich eine noch gehässigere Vorstellung vom Judenthume rege zu machen. Doch mag dieser Herr auch manche Ursache haben, diese „merkwürdigen Dinge" so heimlich zu halten; denn hatte er sie an das Tageslicht gebracht, so würde er seine Blöße aufgedeckt haben. Wir wollen nun den Schleier lüften und sehen, in welcher Gestalt die Ansicht H.'s dahinter steckt. Es wird dort der Stab gebrochen über Jene, die da vermeinen, der tm, den der itn in der Synagoge über btt und rvra in Gemeindeangelegenheiten ba> bnpn man Jan b-pttN nan ausspricht, sich später durch zehn Personen auflösen zu lassen. Dieses „merkwürdige Ding" hätte H. in Tosefot Schebuot 29b. und in R. Nissim daselbst noch merkwürdiger finden können, wenn er nicht überall nur obenauf gefischt hätte. Ferner wird bemerkt, daß der Eid, den der “i^aMn bW2 aufgedrungen, nicht bindend sei (vielleicht hat Hr. H. eine neue Denunciation über re86rvatio mental^, die hier gegen den -fawi £iöto gestattet sein wird, im Sinne. Für hier nur die kurze Antwort: Wer das *) In der neuesten Nummer des „Orients" (Nr. 33.) bemerkt auch Herr Rabbiner Faffel Obiges. F..

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