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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1845-09-01 · 9 (September 1845) · p. Seite 349

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1845)
Issue
9 (September 1845)
Date
1845-09-01
Page
Seite 349 (sequence 23)
Language
German
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liebet manche durch den Fortschritt der MedicLn im Iudenthmn rc. Z49 gestorben und es wollten die Aerzte eine Sektion vornehmen (wie es dort scheint, noch tiefer schneiden), um den Sitz tzer Krankheit zu ergründen. Der benannte Großvater des Unterzeichneten hielt aus den oben angeführten Stellen dafür, daß Sektion in solcher Abstcht gestattet sei, da es sich hier um t&a mp3 handelt (denn welche Rettung kann nicht in der Folge für Menschen daraus entstehen!). R. I. Landau verwarf aber gänzlich diese Ansicht aus einem Grunde, dessen Stichhaltigkeit wir genau prüfen wollen. (Schluß folgt.) Bericht über Synagoge und Schule in Baiern. Vaiern. In der Reihe der neuern Bestrebungen in Cultus und Schule nimmt Baiern einen der ersten Platze ein, und sowohl wegen der bisherigen hierlandischm Gestaltung dieser Potenzen der Civilisation, als auch wegen der in ihnen sich kundgebenden Gahrungsstoffe verdienen sie hier eine ruhige, vom Parteigeist, freie, mehr an Sachen als an Persönlichkeiten sich haltende Besprechung. Ich sage mehr, denn wenn sich schon bei derlei Darstellungen im Allgemeinen die Person von der Sache nicht ganz trennen laßt, wenn, weil das Ganze ja aus Einzelheiten besteht, jenes ohne diese nicht füglich allseitig besprochen werden kann, so noch weniger hier, wo Personen Principien repräsentiren, und die frühern Erscheinungen und hinwiederum auch die jetzigen durch Persönlichkeiten bedingt sich zeigen. Der Leser fürchte jedoch nicht mit Kleinlichkeiten behelligt und mit der Aufzahlung der Tagesbegebenheiten gelangweilt zu werden. Beides Ware der Tendenz und dem Gehalte der Zeitschrift entgegen. Ein getreues, übersichtliches Gesammtbild aber,wollen wir geben, in welchem Licht und Schatten wechseln, und ist es nicht unsre Schuld, wenn dieser vielleicht auf Partieen fällt, welche man bisher im Lichte zu sehen gewohnt war. — Unser neues Synagogen-Wesen datirt vom Edict v. 10. Juni 1813 her, welches von den Rabbinen eine wissenschaftliche Bildung heischt. Nachdem sich der Schrecken über desfallsige vermeintliche Gefahren für den Glarchen etwas gelegt hatte, fingen unsre Bachurim an, verstohlner Weise Deutsch zu lernen. Einige angestellte Rabbinen, mit einer Prüfung bedroht, hinkten nach, und schon am 16. Februar 1824, als unser höchstseliger König Mar sein 25-jahriges Regierungs-Jubiläum feierte, konnten viele Rabbinen schon „eine Rede von sich geben." Viel wurde damals gesagt und geredet, und wie? — Noch haben wir gedruckte und ungedruckte Ueberbleibsel aus jener

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