Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 2 (1845)
- Issue
- 8 (August 1845)
- Date
- 1845-08-01
- Page
- Seite 318 (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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318 ' Allgemeine theologische Bibliographie. Verlobung, unter d-'w'Np die Vermählung, unter nsn in Ps. 19, 6. der „Baldachin," unter dem die Vermahlung geschieht, zu verstehen sei, so möchte man in der That wünschen, daß die nichts weniger als „Belehrung und Erbauung" gebende Uebersetzung und Kommentar „zur Aergernißvermeidung" den Bund mit dem Tachkemoni nicht geschlossen. Die Parallele vonvnpn und rärnp» mit dem lateinischen äueere und nubere ist ebenfalls gänzlich verfehlt. — Die bekannte hier (S. 97) sehr umständlich gegebene Erklärung von •paw (Zahlenwerth 60 gleich den 60 Talmud-Tractaten) hätte Herr K., statt aus Burtorf, von jüdischen Autoren (Kore Ha-Dorot 5 b. Vaadla- Chachamim p. 1 und 20 ed. Pollak) lernen und dabei auch erfahren können, daß es mehr als 60 Talmudtractate gibt. — Dürfen die Thüren zuschlagen, ist, wenn es auch Burtorf nicht hat, durch mischnischen Sprachgebrauch (z. B. Oholot 13, 3. Para 6, 1.) zu fest begründet, als daß die Emendation S. 52. Anm. 6. etwas für stch haben könnte. — Die Emend. S. 136. Anm. 1.,^ statt zu lesen, hat bereits Zunz (6enj. of Tudela ed. Asher II., p. 117), wie sie auch aus Pforte 46 hervorgeht. — h&n (S. 50. Anm. 13) ist nicht sowohl der rollende Himmelskörper selbst, als die Bahn, in der er rollt. — -Daß Charisi den ganzen Stammbaum des Nasi Josia nicht kannte, ist sehr natürlich, da die Nesiim ex officio aus dem Geschlechte David's waren (Zunz a. a. O. S. 6 ff.). — Während so auf der einem Seite der Bemerkungen zu viele sind, vermißt man deren, wo sie nöthig waren. So sind z. B. die Bezüglichkeiten auf bekannte Hagada's S. 54 (der Schmerz der Seele, die in einen Körper gehen soll) S. 56 (die Seele in dem Kopfe, wie auf einer Warte) u. s. w. nicht zu verkennen. ' Diese Bemerkungen haben nicht den Zweck den strebsamen Herausgeber zu verletzen, sondern zu einer geregeltern Entwickelung und Verwendungseiner Kräfte einen Beitrag zu liefern. 14. /‘öi wi laipim m woi» bioiip Leipz. 1844. 8. Bekannt ist, auf welche schmachvolle Weise Asulai's Sch.em Ha-Gedolim I.Thl. vor zwei Zähren und jetzt der Waad La-Chachamim von Chajim Pollak edirt worden sind. Es dürfte wenige Beispiele in der jüdischen Literatur geben, daß allgemein geschätzte Bücher so verunstaltet in die Welt getreten. Um so dankenswerther ist die Mühe, die sich Hr. Benjakob in Leipzig genommen, die sinnentstellenden Fehler zu sammeln und mit den Berichtigungen in einem besondern Heftchen, das obengenannten Titel führt, abdrucken zu lassen. Man ersieht aus einer Vergleichung derselben, daß Chajim Pollak nicht bloßer Nachlässigkeit, sondern auch absichtlicher Aenderung und Kür-