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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1845-07-01 · 7 (Juli 1845) · p. Seite 262

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1845)
Issue
7 (Juli 1845)
Date
1845-07-01
Page
Seite 262 (sequence 16)
Language
German
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Note» junt Tute. lgtipisfimus, der zu viel und deßhalb gar nichts sagt. Wir scheide» Staat von Kirche bis dahin, wp beide als kongruente Größen sich gegenseitig decken werden. So lange noch eine ecclesia premeas besteht, bleiben wir aus freiem Entschlüsse in der eccelesia pressa! Aus freier Wahl, weil eine press» ein Unglück, aber auch nur ein Unglück, eine premeos aber ein Verbrechen ist! Dem Staate dienen, ist unsere erstecheiligste Pflicht, eine Sache des Rechts, zu dem wir verpflichtet sind; Gott dienen ist eine Sache der unbedingten Freiheit, nicht eines Rechtes. Zu Jenem können wir von Rechts wegen gezwungen, für dessen Versäumnist an Leib und Leben bestraft werden; zu diesem durchaus nicht. Warum will denn der Herr vr. S alomo n zur Hinterthüre den bösen Geist wieder hereinlassen, den sein Meister zur Borderthüre hinausgeworfen hat? Roch jetzt und bis zur Zeit des Messtas halten wir streng und rücksichtslos aus eine scharfe Trennung von Kirche und Staat! wenn keine,blöden Oberalten mehr im freien Staate walten. Wir haben »och drei Punkte zurück, die wir mit Noten zu begleiten versprochen haben.. Wir wollen uns dem gegebenen Worte nicht entziehen, wiewohl wir mit dem Gegebenen schon unsere Aufgabe gelöst, unser Ziel erreicht zu haben glauben. Wir wollen es machen wie der fröhliche Wandersmann.. Den ganzen Tag ist er gradaus gewandelt, ist Abends müde und matt zu seinen Freunden gekommen und hat sich schon lange, ehe er den Ort seiner Bestimmung erreichte, auf die Ruhe , die seiner wartete, gefreut! Nun tritt er in das hell erleuchtet« Haus seiner Heimath. Dort ist alles Festlichkeit und Freude, Tanz und Musik; etwa eine Hochzeit oder eine Beschneidung — es war natürlich nicht in Frankfurt am Main in der neuen israelitischen Gemeinde, von welcher Jesaiah schon im 52. Capitel Vers 1. am Ende geweiffagt hat. — Dahin ist die Sehnsucht nach Ruhe, und mein müder Freund ist im Stande, und macht noch ein Tänzchen mit.Also noch ein Tänzchen! Herr vr.Salomon spricht 12) von den Schülern M.Mendelssohn's wie von „Aposteln der Wahrheit, die in alle Welt gingen", das neue Licht zu verbreiten. Ist das nicht eine kleine Hyperbel? Wer denkt nicht beim Worte Apostel an die schwerste Entsagung, ay die Verzichtleistung auf alles Irdische im Dienste einer gekreuzigten Wahrheit. Nun, so theuer ward das Heil diestmal nicht erkauft. Im Gegentheil war es ein neues und oft treffliches Fahrwasser mittelmäßiger Talente, deren Ruhm und Verdienst nicht die Uebernah- M« eines Joches des Himmelreiches, sondern nicht selten seiner Lust und Freuden war. Es leben noch Viele, die Zeugen jener aposto-

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