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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1845-07-01 · 7 (Juli 1845) · p. Seite 253

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1845)
Issue
7 (Juli 1845)
Date
1845-07-01
Page
Seite 253 (sequence 7)
Language
German
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Note» zum T«te. 253 in den gleichen umsetzen: das Judenthum kennt keinen geoffenbarten Gott, keine durch die Schrift mitgetheilte andere oder neue Erkenntnis Gottes, sondern diese liegt einzig in der menschlichen Vernunft , aus dieser ist sie in das Alte Testament hincingetragen und in jenen dunkeln Tagen seiner Abfassung als eine wunderbare außerordentliche Mittheilung dem rohen Volke dargestellt worden. Der Gott, den uns die s. g. Offenbarung lehrt, ist durchaus derselbe, den uns die Vernunft lehrt, nur seine Gesetzgebung ist eine geoffeNbarte. Wir wollen die vernünftigere Konsequenz der Schule dem Meister gegenüber: daß mithin jede Gesetzgebung eines Vernunftgottes ebenfalls eine vernunftgemäße und mithin eine begründete sein müsse und keine eine kategorische, nicht weiter urgiren, sondern uns einzig auf jenen negativen Fundamentalsatz beschranken. Wir wollen uns umsehen nach demGottesbegriffe der Vernunft, und diesen darauf untersuchen, ob er mit dem, was das Judenthum davon lehrt, in Eins zusammenfalle. ' Weil wir es nun an dieser Stelle mit dem Lehrsätze der Mende lssohn'schen Schule zu thun haben, und wir daher hauptsächlich mit dem Vernunftgotte dieser philosophischen Secte unsere Vergleichung anzustellen haben-, so wird uns die Sache beträchtlich erleichtert, und der Umfang dieser Roten um ein Beträchtliches abgekürzt. Wie bekannt aber, lag dieser Secte ursprünglich die Leib nitz-Wolf'sche Lehre von Gott, als dem a llerr e al sten W e se n, zu Grunde. Gott ist nach dieser Lehre ein höchst reales, mit allen Attributen der Vollkommenheit begabtes Wesen. ■— In dieser Schule, und namentlich in Beziehung auf unfern Fall, suchte man auch den Beweis seines Daseins, wie ihn Mendelssohn in seinen Morgenstunden nach einer höchsten Probabilitätslehre zu führen unternommen hat. Vergleichen wir hiermit die Lehre des A. T., so finden wir in ihr nichtsdem Aehttliches. An einen Beweis für das Dasein Gottes wird nicht gedacht, und von ihm als einem allerrealsten Wesen ist nicht eine Spur vorhanden. Es wird von Gott geredet, als ob Niemandem an seiner Eristenz zu zweifeln einfallen könne, wer hat da an rin Beweisen denken können? *) Während nun aber dieser Beweis und dieser Begriff Gottes dem A. T. durchaus fremd ist — und dieß müssen wir doch zu Grunde legen, wenn die Frage ist, was das Judenthum über diesen Punkt statuire 7— so finden sich andere Bestimmungen in ihm, von denen die L e i b - nitz-Wolf'sche Philosophie und speciell Mendelssohn's Theorem *) Der Beweis des'Psalmisten, den man zur Noch.dagegen anführen könnte, verdient doch im Ernst diesen Namen nicht.

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