Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 2 (1845)
- Issue
- 7 (Juli 1845)
- Date
- 1845-07-01
- Page
- Seite 250 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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250 Noten zum Texte- „den Schriften des Weltweisen fast auf jeder Seite wiederholen, wirkten wie einelektrischer Funken zuvörderst auf diejenigen seiner Jünger, „die durch philosophische Studien vorbereitet für diese Lehren am empfänglichsten waren. Da mehrere von M...s Schülern, wie Apostel „der Wahrheit12), in alle Welt gingen, und bald als Lehrer in öffent- „lichen Schulen, bald in Privathäusern, bald als Schriftsteller zu wir- „ken anfingen: so wurden jene Ideen das Eigenthum vieler Tausende, „und der Geist einer bessern und lichtvollern Erkenntniß drang in das „Volk und — um mich eines sehr bezeichnenden Ausdrucks zu bedie- „nen — fing gewaltig zu „rumoren" an*3). „Eine nicht geringere Wirksamkeit brachte die musterhafte hoch- „deutsche Uebersetzung der heiligen14) Schrift hervor.... u. s. w. Noten. 1) Mendelssohn und seine Schule. Unter diesem Titel hat der Schreiber dieser Noten vor nunmehr fünf Jahren eine kleine Broschüre der Oeffentlichkeit übergebeir, die, seines Wissens, wenig beachtet worden, und vom Publicum wohl schon längst vergessen ist, wenn auch Einer oder der Andere Notiz von derselben genommen hat. Ihr Verfasser glaubt daher nicht zu irren, wenn er annimmt, daß im Eingang dieses vorliegenden Passus keine Anspielung auf jenes Schriftchen zu erblicken sei. Zudem ist jener Titel so allgemein gehalten , und der ihm folgende Katalog der Hauptmomente und Resultate jenes Meisters in Israel und seiner Schule so allgemein bekannt, daß auch von dieser Seite kein Anlaß gegeben scheint, irgend eine Beziehung zwischen den Worten, die hier als Text vorliegen, und dem Inhalte jenes Pamphletes zu supponire». Wenn demnach der Verfasser jener Schrift gegen diesen Passus in seinen Noten einige Einsprache erhebt, so kann diese einzig ihren Grund in dem Streite zweier Principien haben, die, in ihrer ganzen Macht einander gegenübergestellt, also aufzufassen sind, wie sie sich hier an der Spitze des Textes, dort in der Tendenz der Gelegknheitsschrist ausgesprochen finden. Nämlich: Daß das Judenthum keine geoffenbarte Religion, sondern nur geoffenbarte Gesetzgebung kenne. Dreß ist denn auch in der Thai das Hquptariow jenes Meisters, Md der »rtioulus fidei der ganzen Schule, wie ihn HHir Text nicht allein an die Spitze seiner Dogmatik stellt, sondern ihn gleichzeitig auch als den Eardinalsatz betrachtet wissen will,, von dem, wie von einem Lichtcentrum, die ganze Weisheit der Schule ausgestrahlt sei. Hier findet stch, dem Texte gemäß, ihr Kerndogma vom Wesen des Alten Testa-