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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1845-07-01 · 7 (Juli 1845) · page 3

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1845)
Issue
7 (Juli 1845)
Date
1845-07-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Noten rum Terte; In der bei Herrn Behrendson in Hamburg kürzlich erschienenen Schrift des Herrn vr. G. Salomon „die Rabbinerversammlüng und ihre Tendenz" liest man S, 16 und 17: „MendelS- „sohn und feine Schule bleibt aber unstreitig dasjenige Agens, das „am allerwenigsten, unbeachtet bleiben darf, weil es am allermeisten „auf bas Denk- und Glaubenssystem der Israeliten eingewirkt. Ideen, „die bis zu jener Zeit selbst in der geheimen Werkstatt des Geistes nicht „aufzukommen wagten 2), wurden von dem Meister unverholen ausge- „sprochcn, von den Jüngern aufgefaßt, verarbeite/und verbreitet3). „Daß das Judenthum keine geoffenbarte Religion, sondern „nur geoffenbarte G esetzgebung kennet) — daß dasselbe von sogenannten. Glaubensartikeln nichts wisse3) — daß das Judentum die religiöse3) Denkfreiheit keineswegs untersage, sondern vielmehr respectire und anempfehle — daß dasselbe ganz Geist „und Herz, keine gottesdienstliche Handlung fromm nenne, wo „sie nicht aus frommer Gesinnung hervorgeher) — daß die wahre Re- „ligion keine andre Macht erkenne, und zu üben habe, als die Macht, „durch Gründe zu gewinnen und zu überzeugen, demnach der „Kirche®) kein Recht zustehe, Dissentirende, Andersdenkende, auszn- „schließen, und Synagogenzucht irgend einer Art die unverzeihlichste „Anmaßung und als fanatisch zu betrachten sei 3) — daß die Strafen, die im ältesten Judenthum — im MofaismuS— auf die Ueber- „tretung gewiM/Gefetze erfolgten, nicht von der Religion, sondern „vom StaatAKtsgingen1 °) und demnach mit der Auflösung der ehe- „maligen bürgerlichen Bande aufgehört haben — daß das Judenthum „der Nebernahme von bürgerlichen Pflichten durchaus nicht im Wege „stehe, und dem Staate dienen Gottesdienst* *), Wohlthun Gottes „allerheiligster Wille sei — diese und ähnliche Ideen, wie sie sich in Praykel, Zeitschrift II. -J.9

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