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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1845-06-01 · 6 (Juni 1845) · p. Seite 245

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1845)
Issue
6 (Juni 1845)
Date
1845-06-01
Page
Seite 245 (sequence 47)
Language
German
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Necenfioneu. 245 bevorworten gebraucht;^ diese durchsichtige Dialektik soll über den Innern Gehalt, über das Verlangen des Hrn. H. täuschen. Der Leser erkennt schon aus dtesen Beispielen, wie es mit der proteusartigen Charlatanerie dieses Mannes aussiehet; und treibt er mit den einfachsten Schlüssen solche Jonglerie, welch ein weites Feld bietet sich ihm auf gelehrtem Gebiete dar, wo er von einer Stelle zur andern springen und Satze nur halb citiren oder sie verdrehen kann? Wir wollen uns die Mühe nicht verdrießen lassen, den Schlupfwinkeln und Sophismen des Hrn. H. genau nachzisspüren: möge der aufmerksame Leser selbst das weitere Resultat auffinden. Kirchheim äußerte mit Berufung auf unsere „Eidesleistung" S.43, daß bei einem assertorischen Elde^eine Auflösung gar nicht statt finden kann, da er im Augenblick, wo er abgelegt wird, entweder wahr oder falsch ist; nur beim promissorischen Eide, der erst, wenn das geleistete Gelübde oder Versprechen nicht erfüllt wird, ein Meineid wird, kann von Auflösung die Rede sein (Orient 1844. S. 727). Herr H. entgegnet (Das. 1845. S. 197): „Aber „fragen wir, wenn es sich um dieAuflösung eines promissorischen Eides handelt, der in dem Augenblick , wo er aufgelöst werden soll, schon gebrochen, „also eben so gut ein unwahrer assertorischer^ ein falscher promissorischer Eid „geworden ist, wie dann? Kann er dennoch aufgelöst werden oder nicht? „Herr F. und Herr K. müssen, nach dem so klar und bündig auseinander Gesiegten: „Nein" sagen: und doch lautet es'Schebuot 28*.*122 te 52122 „‘löisra^tsn ■»x p*ip s^naa^x rr^5 ixi22 rkia n^ax iV^dx ai2X „riip^A. „Ueberhaupt, meintHerrH., ist jener Unterschied zwischen dem affer- „torischen und dem promissorischen Eide der jüd. Rechtslehre ganz unbekannt, „sie halt diesen nicht weniger strafbar als jenen, umfaßt beide unter dem „Namen *ipi2, F5iai2, und ist beim promissorischen Eide ebenfalls ^«2 ,,npii» und rwi«. s. w." Wir stoßen gleich im Eingänge auf Unredlichkeit und Oberflächlichkeit, wie sie in der Literatur selten sind. Fragen wir vor Allem, weiß das rabb. Judenthum von dem gedachten Unterschied zwischen assertorischem und promissorischem Eide? Schebuot 20** heißt es: 22 xrx -d >21xiv ‘'Srfcax x?i *'r£>2x >21 *ipi2 ^2ix x^i ^2ix prrr 4^. Weiter 21b X*>1 ^21X >21 *»p12 xVl^r&aX "n 12X 1N2X > ^N2X '*W» '*1 112X p2aXFX*r2 ran irr» xr-a *sinis!-aix. Also wird der assertorische und.promissorische Eid geschieden. Maimonides Hilch. Schebuot c. 4. tz. 21.: axnpnb tvn ‘ssrai N125v' N125 XÜB 65 pXI ^2X X1N1 *OX Xil2 IX tax xV X1N1 texi2 52122 *1ptt r\5i2ia n^x fT25 xh X1N1 N12'5^12 52W2 vx i»2X 52122 X1i2^ 1N51212 F2N22V N51212F512Ä. Hier findet man also fast wörtlich den Unterschied zwischen assertorischem und promissorischem Eide, wie ihn K. angegeben. Wenn Maimonid. Schebuot 1, 3. beide Arten ipiv F51212 nennt, so rügt schon •“12122 brfe das., daß er ungenau sei; wenigstens ist es aber nicht unrichtig, daß beide Arten Tpia F512T2 jn benennen sind, denn der Meineid — unwahre affer-

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