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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1845-06-01 · 6 (Juni 1845) · p. Seite 241

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1845)
Issue
6 (Juni 1845)
Date
1845-06-01
Page
Seite 241 (sequence 43)
Language
German
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Allgemeine theologische Bibliographie. 241 „Wünschen, ihr unzüchtiges Weinen, und führen es selbst herbei, daß einst „die mißhandelte Tugend sie beweinen wird." Wundern mußten wir «ns über die Anmaßung des Vers., der in der Vorrede sagt: „Schwerlich werden „jedoch die glücklichen Deutungen und Wendungen, welche ich manchen der „schwierigsten Stellen gegeben, von einem Freunde der hebr. Literatur unbe- „rücksichtigt bleiben," wahrend wir fast alle neue» Deutungen und Wendungen in diesen Reden als ganz verfehlt ansehen müssen. Man prüfe z. D. folgende Stellen und urtheile: PirKeAdotl, 11. >21 nmntrnan Zhr Weisen! seid vorsichtig in eueren Lehren, daß fie nicht die Strafe des unvorsetzlichen Mordes (Erilstrafe) euch zuziehen." Ibis. 3. '«1 iwsnBnn Und der selbst mit der Krone spielt, vergehet. Spr. Sal. 10, 5 wird vna« p nicht der Säumige sondern: der Schändliche übersetzt. P. A. 2, 2. '121 mmnrn Schön ist die Lehre der Thora im Geiste der Sitten'121'mini-21 Jede Lehre aber, die nicht auSgeübt werde«kann, muß eingehen. '121 rtavt) Sie mögen es nicht vermeiden fich auf die Leistungen der Vorfahren zu stützen (!!) P. A. 2, 6. soll '121 mintn rcrmrtte «Vi heißen: der dem Handel obliegt, wird selten weise. (!) ldick. 3, 10. '121 va na^am wird gedeutet: Und das Bestehen der Versammlungsörter u. s. w. entziehe» den Menschen den Weltgeschaften. (!) Ps. 119, 99 soll heißen. „durch Alle, die mich belehrten, habeich an Weisheit gewonnen und mit Jedem ließ ich mich in Gespräche des Wissens ein. Nun, dergleichen Deutnngen und Wendungen sind weder der Berücksichtigung noch der Widerlegung werth. Wollte der Vers, selbst eine Belehrung von einem Geringen annehmen, so würden wir ihm rachen, künftighin bei weniger Anmaßung und mehr Correctheit seinem Produkte, das sonst nicht ohne Werth ist, mehr Vollkommenheit zu geben. 35. Ueccnkionen. p* « niaiiun u. f. w. (Fortsetzung vom Aprilhest.) Der Richter kann also, nimmt er die Behauptung, daß das rabbinische Judenthum die Auslösung aller Eide lehre, für wahr an, dem orthodoren Juden keinen Eid zuerkennen, und der Beschönigung „daß auch der orthodoxeste Jude nach einem moralischen Gefühle den Eid heilig halte" darf er nicht trauen, da,- wenn das rabb. Judenthum ein derartiges Spielen mit Eiden lehrt, das moralische Gefühl seiner Anhänger durch und durch verderbt sein muß. Oder er wird im Gegentheil, da, wie von vielen Gerichten und praktischen Rechtsgelehrten bezeugt wird (vgl. unsere Eidesleistung S. 100),

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