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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1845-06-01 · 6 (Juni 1845) · p. Seite 240

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1845)
Issue
6 (Juni 1845)
Date
1845-06-01
Page
Seite 240 (sequence 42)
Language
German
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240 Allgemeine theologische Bibliographie/ wogen wird. Wir führen als Beleg nur die auffallendsten Verstöße an, wie sie uns beim Lesen bis S. 105 Vorkommen. S. 23. „Nicht wenn ... . bereits gelähmt, wende dich erst dem trockenen, von keinem Sündenreize geschmückten Wege der Tugend zu." S. 25 sagt der Vers, das Gegentheilvon dem, was er sagen wollte: „Sei daher eben so wenig voll Strenge „gegen eigene Fehler, wahrend du voll Rück- und Nachsicht mit den Schwänen Anderer bist, als es dir zur Ehre gereicht, Strenge gegen die Fehler „Anderer zu üben, welche du selbst zu begehen nicht unterläffest." S. 30 beginnt der Vortrag: „Fragen wir den Genußjager." S. 84 wird mit einem hohlen Bombast das Wörtchen: „stets" durch die Phrase umschrieben: „So lange die Sonne von Osten nach .Westen ihren Lauf nimmt— Sorn- „mer und Winter bestehen — die Gestirne ihre vorgezeichnete Bahn verfolgen und die Erde um ihre Achse sich dreht —■ ist die Welt dem ewigen „Wechsel unterworfen, und der Erdensohn.ist ein Spielball desselben." S. 35. „Schön ist das Lehren der Tora im Geiste herrschender Sitten." Aber ist denn die herrschende Sitte immer schön? — S. 36 wird von den „verwendbarsten Gemeindegliedern" gesprochen. S. 40 heißt es: „Und diesem erwidert die vorhabende Lehre." Dieser Gebrauch des part. praes. kommt oft in diesen Reden vor. S. 49 lesen wir: „Die Ehre, „welche ihr..... zukommen laßt." Wir würden dies für einen Druckfehler ansehen, wenn dergl. Fehler nicht oft noch in diesem Buche zu finden waren. Als Probe der possenhaften Beredsamkeit müssen wir den Passus S.56 anführen. Zu der Warnung, daß man nicht auf das Verdienst der Vorfahren poche, wird — was sich kein polnischer Rabbi je erlaubt hätte, auf den Vers Prov. 5, 20 angespielt, und dann fortgefahren: „die Weisheit ist „keine gefällige Metze, daß sie uns nachginge, die Schritte absperre, so wir ihr „ausweichen wollen (der Vers, liebt es besonders so statt, welcher, wenn „u. s. w. zu setzen) und uns sich endlich an den Hals würfe. Sie ist ein „scheues, schüchternes, neckisches Mädchen" u. s. f. S. 68 lesen wir: „wider unserm Zwecke, ohne welchem" S. 70 wird „uns so viel des Guten auf- „getischt." S. 72 wird über diejenigen geklagt: „die Nächte durchwachen, „Tagedurchschnarchen." S. 89 wird von „Gassenzirkeln" gesprochen, „wo schlechter Witz und ..... das Wort „führen" und von dem Manne, der am Sabath „seine Schönen besucht" und der Vortrag mit dem schrecklichen Verdammungswort beschlossen: „Allen diesen wird nie Seligkeit zu Theil." S. 91. wird getadelt, daß man „der Heuchler innere Krümmen „nicht a n erkennen will." S. 96 heißt es: „denn..... auch kein Sterblicher „zu unbedeutend ist, um dessen Erfahrungen, Urtheile und Mittheilungen u n - „beachtet zu lassen," S. 99 werden wir ermahnt die Kleinen streng zu erziehen, sonst „stillen wir, mit verhätschelndem Bequemen nach all ihren

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